Sie befinden sich hier: Aktuell | Pressemitteilungen

Steinbacher fühlen sich wohl in ihrer Stadt

Die erste Maßnahme zur Bürgerbeteiligung innerhalb des Projektes "Soziale Stadt" für die Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers südlich der Bahnstraße war die Befragung im April und Mai 2015. Insgesamt wurden 2.960 Fragebögen an die Einwohnerinnen und Einwohner über 14 Jahren in den Haushalten verteilt.

Die Befragten hatten die Möglichkeit, ihre Einschätzung und ihre Meinung zur Wohnsituation in Steinbach (Taunus), der Entwicklung der Stadt sowie deren persönliche Wohn- und Lebenssituation abzugeben.

Der Fragebogen umfasste 22 Themenbereiche sowie die Möglichkeit zur freien Meinungsäußerung.

An der Befragung haben sich 265 Steinbacherinnen und Steinbacher beteiligt. Das ist ein Schnitt von 8,95 %. Der übliche Rücklauf bei Projekten der „Sozialen Stadt“ beträgt gerade einmal 2-3%. „Die Quote ist fast doppelt so hoch wie erwartet“, freut sich Bürgermeister Dr. Stefan Naas.

Auch die Kooperationspartner Caritas und Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK) zeigen sich erfreut über die Beteiligung. „Das Interesse ist da. Die Impulse können wir bei der Erarbeitung des Integrierten Handlungskonzeptes einfließen lassen“, so Ute Scharnberg von der DSK.

Die Auswertung der Befragung zeigt deutlich, dass sich die Steinbacherinnen und Steinbacher in ihrer Stadt wohl fühlen und gerne hier leben. Auch die Sicherheit in Steinbach wurde positiv bewertet, wobei Wünsche nach Fahrradabstellplätzen und –boxen am Bahnhof geäußert wurden.

Das Image Steinbachs hat unter den Quartiersbewohnerinnen und –bewohnern neutral bis positiv abgeschnitten. Die Bewertung Steinbachs in den umliegenden Kommunen / Nachbarstädten ist in der Einschätzung der Befragten negativer.

Die Frage der Bildung und Bildungsmöglichkeiten sind laut Auswertung den Bewohnerinnen und Bewohnern wichtig, die sich bereits im Bildungsapparat befinden. Für die ältere Generation ist die Frage nicht mehr von größerer Bedeutung. Ziel ist es, die Befragten, die bisher wenig am Bildungssystem teilnehmen, zu erreichen.

Entwicklungspotenzial sehen die Quartiersbewohnerinnen und –bewohner in der Frage der ärztlichen Versorgung.

Eine große Chance und Herausforderung stellt sich zukünftig den Vereinen in Steinbach. Aus der Befragung geht deutlich hervor, dass im Quartier auffällig wenige Kinder, trotz der vielfältigen Angebote, in Vereinen angemeldet sind.

Neben den 22 Themenbereichen, die durch Ankreuzen abgefragt wurden, gab es zudem die Möglichkeit der freien Meinungsäußerung. Durch eine Stichwortanalyse wurde hier die Auswertung präzisiert. Noch vor „Wohlbefinden / Lebensqualität“ und „Gemeinschaft / Nachbarschaft“ wurde am häufigsten „Entwicklung“ genannt. „Die Bürgerinnen und Bürger merken: Hier bewegt sich was!“, so Quartiersmanagerin Elke Hoever.

Die Auswertung der Bürgerbefragung dient als Anlage zum Integrierten Handlungskonzept, welches die nächsten Wochen erstellt wird. Es werden konkrete Schwerpunkte im Städtebau und im sozialen Bereich erarbeitet, die sich aus den Handlungsfeldern der Bürgerbefragung ergeben. Nach der Beratung im Quartiersbeirat und im Magistrat ist die Einbringung des Integrierten Handlungskonzeptes in die Stadtverordnetenversammlung für Oktober geplant.

Das Projekt „Soziale Stadt“ ist auf 10 Jahre ausgelegt; in dieser Zeit wird sich das Integrierte Handlungskonzept stetig und dynamisch weiterentwickeln. Die Umsetzung der ersten Maßnahmen daraus soll ab dem kommenden Jahr erfolgen.

Nutzen Sie als Bürgerin und Bürger ihre Chance, das Projekt „Soziale Stadt“ mitzugestalten und erleben sie die Möglichkeiten von der Planungsphase in die aktive Phase.

Interessierte an einer Mitarbeit im Quartiersbeirat wenden sich bitte an:

Elke Hoever
Caritasverband / Quartiersmanagerin
Telefon (0 61 71) 2 77 89 - 30
hoever@caritas-hochtaunus.de

Die Auswertungsergebnisse finden Sie unter www.stadt-steinbach.de im Bereich Leben » Soziale Stadt » Bürgerbefragung.

ANSPRECHPARTNER

BÜRGERBEFRAGUNG