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Weihnachts- und Neujahrsgruß 2015/2016

Dr. Stefan NaasLiebe Steinbacherinnen und Steinbacher,

das Jahr 2015 neigt sich dem Ende entgegen: die letzten Tage im Jahr sind angebrochen und das kommende Jahr 2016 steht schon in den Startlöchern. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, Ihnen einen kurzen Rückblick über die Geschehnisse in Steinbach in den zurückliegenden Monaten sowie einen Ausblick in die Zukunft zu geben.

Beginnen wir mit den Finanzen: Im Rahmen des Schutzschirmvertrages haben wir die Zielvorgaben erreicht. Wie vereinbart, haben wir einen ausgeglichenen Haushalt vorgelegt: Die schwarze Null steht! Die Selbstständigkeit Steinbachs wird durch diese solide Haushaltspolitik gesichert.

Auch im laufenden Jahr hat das Thema Kindertagesbetreuung die Verwaltung weiter intensiv beschäftigt. Anfang Februar konnten wir die städtische Kinderkrippe „Kükennest“ in der Seniorenwohnanlage Kronberger Straße 2 eröffnen. Zeitgleich nahm die Kindertagesstätte und Krippe in der Phorms-Schule ihren Betrieb auf. Um weitere Betreuungsplätze zu schaffen, wurde das Gebäude der ehemaligen Neuapostolischen Kirche durch die Stadt gekauft und derzeit umgebaut. In wenigen Wochen entstehen hier zwei weitere Gruppen für die Betreuung von Kindern über drei Jahren.

Neben der Schaffung von Betreuungsplätzen ist es uns zudem gelungen, Ende September einen Kinderarzt anzusiedeln, der zweimal wöchentlich seine Sprechstunde abhält. Damit ging ein lang gehegter Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger in Erfüllung.

Die „Neue Mitte“ hat im Laufe des Jahres Formen angenommen. Die neue katholische Kirche wurde Ende Januar eingeweiht. Im Gebäude nebenan hat die Senioreneinrichtung „Leben und Wohnen an der Wiesenau“ Anfang Februar eröffnet. Ein neuer Fußweg ist neben der Einrichtung entstanden und bietet einen direkten Durchgang zu den Kindertagesstätten. Der Vorplatz der Schule wurde neu gestaltet und bietet nun mit dem Geschwister-Scholl-Platz und der neuen Schulvorfahrt mehr Sicherheit für unsere Kinder.

Zur Sicherheit trägt seit März auch die Sprechstunde des „Schutzmann vor Ort“ bei. Polizeioberkommissar Peter Hoffmann ist als Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger in der Stadt unterwegs und zu Sprechzeiten im Bürgerbüro im Rathaus erreichbar.

Die Einführung der Biotonne und damit auch der Tonnentausch und Änderung der Abfuhr der Restmülltonnen war zum Beginn des Jahres ein großes Thema, welches sich mit den Monaten gut eingespielt hat. Dank der Einführung der Biotonne konnte die Müllgebühr für die Bürgerinnen und Bürger gesenkt werden. Ein weiterer Service, der eingerichtet wurde, ist die Aufstellung von zwei Windelcontainern, die seither rege genutzt werden.

Im Rahmen des Förderprogrammes „Soziale Stadt“ eröffnete das Stadtteilbüro Mitte Februar in der Gartenstraße 23. Während der Sprechzeiten steht Ihnen, liebe Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers, unsere Quartiersmanagerin Elke Hoever für Fragen zum Projekt, für Anregungen oder bei Hilfestellungen zur Verfügung. Aber auch interessierte Steinbacherinnen und Steinbacher, die nicht im Quartier leben, sind herzlich eingeladen, sich über das für unsere Stadt bedeutende Städtebauprogramm zu informieren. Fester Bestandteil des Projektes ist die Bürgerbeteiligung. Um von den Bewohnern eine Einschätzung über ihr Quartier zu erhalten, führten wir eine Fragebogenaktion durch, welche uns zahlreiche, wichtige Erkenntnisse für die Planung und Umsetzung des Projektes brachten. Die Ergebnisse wurden in das Integrierte Handlungskonzept eingearbeitet, welches die Marschrichtung für die kommenden zehn Jahre beschreibt und nunmehr von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde. Damit sind die ersten wichtigen Weichen für das Projekt gestellt. Einen großen Anteil trägt hier der Wiederaufbau des Bürgerhauses. Mit der Scheckübergabe über 1,036 Millionen Euro durch Staatsministerin Priska Hinz ist die Finanzierung gesichert. Nach Beseitigung von Schadstoffbelastungen am Altbau und den notwenigen Vorarbeiten konnte nun mit dem Wiederaufbau Steinbachs „Guter Stube“ begonnen werden. Die äußeren Umrisse des Bürgerhauses sind bereits deutlich erkennbar.

Aber nicht nur am Bürgerhaus wurde in 2015 gebaut:

In enger Zusammenarbeit mit dem Fußballsportverein wurde der Kunstrasenplatz realisiert und im September seiner Bestimmung übergeben. Ein wichtiger Beitrag für das Gemeinwohl und die Aktivität der Vereinsarbeit in Steinbach ist somit geschaffen.

Das Baugebiet „Taubenzehnter“ ist nunmehr fast vollständig bebaut. Für die Erweiterung des Baugebietes – Taubenzehnter II – wird nun ein Bebauungsplan aufgestellt, der uns die wichtige und notwenige Erweiterung unserer Stadt ermöglicht.

Steinbach soll sich aber nicht nur in südlicher Richtung entwickeln. Daher wurde von der Stadtverordnetenversammlung darüber hinaus der Bebauungsplan „Alter Cronberger Weg“ auf den Weg gebracht. Entlang der Sodener Straße ist die Errichtung von Einfamilien- bzw. Doppelhäusern sowie zwei Mehrfamilienhäusern vorgesehen.

Wie sie wissen, ist es mir ein persönliches Anliegen, das Steinbach sich nicht nur im Bereich Wohnen, sondern auch im Gewerbe entwickelt. Die Sicherung von Grundstücken im geplanten Gewerbegebiet „Im Gründchen“ durch Vorverträge konnte in den zurückliegenden Monaten fast vollständig zum Abschluss gebracht werden, so dass die Entwicklung dieses für Steinbach wichtigen Gewerbegebietes nunmehr angegangen werden kann.

Besonders freue ich mich, dass wir in 2015 auch bei der Entwicklung des Geländes des ehemaligen Penny-Marktes ein großes Stück vorangekommen sind. Hier plant ein privater Investor den Neubau von 28 Wohnungen sowie eines kleinen Ladens. Wir freuen uns, dass damit inmitten des Quartiers schöne, moderne und funktionale Räume für die Begegnung mit und zwischen den Bürgerinnen und Bürgern entstehen werden.

Für viele Steinbacherinnen und Steinbacher war die Schließung des Netto-Marktes im Hessenring zur Jahresmitte ein herber Verlust. Der Magistrat steht derzeit mit dem Eigentümer der Liegenschaft in guten Verhandlungen über die künftige Nutzung und Gestaltung des Areals. Unser Ziel ist es, an einer zentralen und fußläufigen Gewerbefläche in der Mitte unserer Stadt zumindest festzuhalten.

Neben aller Bauprojekte schritt in 2015 aber auch die Renaturierung der Steinbach-Aue massiv voran. Die Aue und der Bach sind nunmehr deutlich aufgewertet und erlebbar. Das Gebiet bietet Ihnen, liebe Bürgerinnen und Bürger, sowie unseren Gästen Naherholung vor Ort.

Für 2016 ist die Asphaltierung der Wegstrecke zwischen Äbbelwoibrückchen und S-Bahn sowie deren Begrünung durch eine Baumreihe geplant. Ich bin davon überzeugt, dass es uns mit diesen Maßnahmen gelingt, die Attraktivität der Regionalparkrundroute durch Steinbach nochmals zu steigern.

Auch prägten zahlreiche Feste und Veranstaltungen den Jahreskalender 2015. Neben dem traditionellen Rathaussturm, dem alljährlichen Stadtfest, einem gut besuchten Rathauskonzert, dem Jazz am Äbbelwoibrückchen und einem gelungen und sehr schönen Weihnachtsmarkt war im Mai Europa zu Gast auf dem Pijnacker-Platz: der Europa-Tag des Hochtaunuskreises hat viele Gäste aus der gesamten Region nach Steinbach gelockt. Über die Stadtgrenzen hinaus konnte sich Steinbach sehr positiv darstellen und hat für viele nachhaltige Eindrücke gesorgt.

Mein ganz persönlicher Dank geht an Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger. Sie haben mich mit 87,1% für weitere sechs Jahre zu Ihrem Bürgermeister gewählt. Ich habe meiner Heimatstadt Steinbach viel zu verdanken und freue mich, durch Ihr Vertrauen mich damit weiterhin für Steinbach engagieren zu können. Gemeinsam können wir viel bewegen! Ich bin als Ansprechpartner immer für Sie da und bin bestrebt, Ihre Anliegen umzusetzen und Ihnen. Vielen Dank an Sie alle für Ihr Vertrauen!

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien eine besinnliche Weihnachtszeit, in der Sie die Möglichkeit haben, in der heutigen schnelllebigen Zeit ein wenig Inne zu halten und Ruhe zu finden. Viel Glück, Freude, Gesundheit und Gottes Segen, sowie ein erfolgreiches Jahr 2016 für Sie, Ihre Familie, Freunde und für uns Alle.

Herzlichst
Ihr

Stefan Naas
Bürgermeister