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Deutsch-französische Geschichte, Wandern und Grüne Soße

Foto © Carina SchmidtVom 5. bis 8. Mai besuchte eine Gruppe von 21 Gästen aus Saint Avertin auf Einladung des Kultur- und Partnerschaftsvereins Steinbach (Taunus) 2000 e.V. das Taunusstädtchen. Untergebraucht waren die Gäste, wie es Tradition ist, in befreundeten Gastfamilien. Einige der Beteiligten haben unsere Städtepartnerschaft seit über 30 Jahren belebt und  mit getragen. Die Stadträtin Brigitte Guille und Jean Claude Marcadier, Vorsitzender des comité de jumelage (Partnerschaftskomitee) aus St. Avertin waren Teil der Delegation.

Bürgermeister Dr. Stefan Naas, die Magistratsmitglieder Lars Knobloch, Claudia Wittek und Norbert Möller und die stellvertretende Vorsitzende des Kultur- und Partnerschaftsvereins, Doris Jaeger, empfingen die Gäste nach ihrer langen Anreise am Himmelfahrtstag herzlich mit einem Sektempfang in und vor dem Backhaus, inmitten der Steinbacher Gastfamilien.

Am Freitag, dem 06. Mai fuhren die französischen Gäste und ihre Gastgeber nach Mainz, in eine Stadt mit einer besonderen Rolle zwischen beiden Nationen. Es erwartete sie eine Stadtführung durch eine junge Historikerin und einen Kollegen vom Geografischen Institut der Universität Mainz, freie Mitarbeiter des Projekts „Geografie für alle“. Parallel konnte so eine Führung in französischer und eine in deutscher Sprache angeboten werden. Das Thema war: „Mayence et la France“ („Mainz und Frankreich“). Präsentiert wurden markante  historische Gebäude, wie das Kurfürstliche Schloss, das Deutschhaus (Landtagsgebäude), der Osteiner Hof und andere Stadtpalais und der Dom als Zeugen der Geschichte von Mainz als bedeutende erzbischöfliche Residenzstadt, Machtzentrum im alten Reich. Die St.-Stephans-Kirche mit den zauberhaften Chagall-Fenstern durfte nicht fehlen. Ausführlich wurden die viermaligen französischen Eroberungen und Besetzungen von Mainz dargestellt, besonders in den französischen Revolutionsjahren  zwischen 1792/93 und während der Annexion der linksrheinischen Provinzen unter Napoleon von 1798-1814. Sie wurden damals französische Départements. Trotz der Rückgewinnung durch die kaiserlichen deutschen und österreichischen Truppen behielt die Stadt Mainz bis heute eine französische Prägung und kulturelle Vermittlerrolle zwischen beiden Ländern. Den Abschluss bildete ein gemeinsames Mittagsessen im „Proviant -Magazin“, einem monumentalen ehemals strategischen Lagergebäude, heute ein attraktives Lokal, das Weine von pfälzischen Winzern präsentiert.

Am Samstag unternahm die  Gruppe eine Fahrt zu einer geführten Wanderung von rund neun Kilometern im Frankfurter Stadtwald zwischen Goetheturm und Stadtwaldhaus. Der TuS – Wanderführer Roland Schwarz hatte die Route gut vorbereitet und gab interessante Erläuterungen über die Entwicklung  des Stadtwaldes und seiner Tiere und Pflanzen, aber auch über Oberrad, die Wiege der  so berühmt gewordenen Grünen Soße. So endete die Wanderung auch mit einer gelungenen Einkehr im Traditionslokal „Zum Hirsch“ in Oberrad. Es wurden  Gerichte mit viel ausgezeichneter Grüner Soße verzehrt. Das Rezept war danach sehr gefragt.

Der Besuch der französischen Freunde endete mit einer Teilnahme an der Messe der St. Bonifatius-Gemeinde, einem gemeinsamen herzhaften Frühstück, einer herzlichen Verabschiedung durch Bürgermeister Dr. Naas und den Gastgebern und den Austausch von Geschenken . Vor ihrer Abfahrt konnten die französischen Gäste noch einen Eindruck vom Rohbau des Bürgerhauses mitnehmen.

ANSPRECHPARTNERIN

Büro des Bürgermeisters / Wirtschaftsförderung
Frau Carina Schmidt

WEITERE INFOS

Kultur- und Partnerschaftsverein Steinbach (Taunus) 2000 e.V.