Sie befinden sich hier: Aktuell | Pressemitteilungen

Stadt und Caritas stellen Maßnahmenplan für die Jugendarbeit vor

Am Montag, 5. September 2016 liegt der Maßnahmenplan für die Jugendarbeit in Steinbach (Taunus) dem Stadtparlament in seiner Sitzung vor.

Durch das Förderprogramm „Gemeinwesenarbeit“, bei dem Bund und Land 90% der Kosten für eine Sozialarbeiterin tragen, konnte die Stadt und der Caritasverband Hochtaunus die Diplom-Pädagogin Gloria Duvnjak gewinnen, die seit 15. April 2016 für die Gemeinwesenarbeit zuständig ist.

Von 0 auf 100 ist Gloria Duvnjak gestartet und hat gleich erste Kontakte zu Steinbachs Jugendlichen am Stadtfest im Juni geknüpft. Die Umfrageaktion fand sofort Anklang und viele Anregungen konnte Duvnjak von den Jugendlichen mitnehmen.

Mit dem Maßnahmenplan zur Jugendarbeit liegt nun ein Papier vor, welches die ersten aus der Umfrage und Gesprächen resultierenden Ziele aufweist und die Ergebnisse der Umfrage verdeutlicht.

Vorbei sind die Zeiten, in denen Jugendliche nur einen Ort besuchen, an dem sie Angebote vorgesetzt bekommen. Heute wollen und sollen sich Jugendliche mit einbringen, ihre Ideen verwirklichen können und selbst aktiv die Jugendarbeit mitgestalten. So ist Duvnjaks Aufgabe die aufsuchende Sozialarbeit. Sie besucht die Jugendlichen an ihren Standorten und fragt, was sie sich wünschen. So kam heraus, dass sich die Jugendlichen Rückzugsorte wünschen, wo Sie einfach mal „chillen“ können und nicht unter ständiger Beobachtung der Erwachsenen stehen. Plätze im Schatten an heißen Tagen und Plätze die überdacht und warm sind, wenn der Winter kommt. Auch altersgerechte Angebote wünschen sich die Steinbacher Jugendlichen. Da reichen die Ideen von einem Kicker-Turnier bis hin zu Hip-Hop-Workshops. Und natürlich steht kostenfreies WLAN in der heutigen Zeit, wo alle miteinander via Facebook, Twitter und Instagram vernetzt sind, hoch im Kurs.

Die modernen Medien will Duvnjak ebenfalls in Angriff nehmen. Die Jugend ist heute stark in den sozialen Netzwerken verknüpft. „Auf Termine macht man kaum noch mit Flyern aufmerksam, sondern eher durch die passenden Hashtags unter einem Instagram Foto“, weiß die Pädagogin.

Die Möglichkeiten sind vielfältig, die Jugendlichen einzubinden. Angedacht sind auch Quartiersläufer. Diese sollen für einen bestimmten Bereich im Quartier zuständig sein, dem Hausmeister Hinweise geben, wenn etwas nicht schön ist und selbst mal den Müll aufheben, der achtlos ins Gebüsch geworfen wurde. Die Quartiersläufer sollen mit einer monatlichen Pauschale ihr Taschengeld aufbessern können. Circa 10 Jugendliche wären für das Quartier wünschenswert. Erste Interessenten hat Duvnjak bereits.

Neben den Ideen und Angeboten die Duvnjak zusammen mit den Jugendlichen umsetzen möchte, gibt es auch gute bestehende Jugendarbeit durch die Vereine und Kirchengemeinden. Hier soll noch enger zusammen gearbeitet werden. Ein erster runder Tisch hat bereits stattgefunden.

Bürgermeister Naas weiß um die Bedeutung dieser ehrenamtlichen Arbeit. Der größte Teil der Jugendarbeit in Steinbach erfolgt in den Vereinen und Kirchen. Diese Arbeit soll künftig besser vernetzt werden. „Ein wesentlicher Bestandteil ihrer Arbeit wird die Koordination der bestehenden Jugendarbeit sind. Gloria Duvnjak wird dieses Angebot nun ergänzen, aber nicht ersetzen“, so der Rathauschef.

 

ANSPRECHPARTNER

Haupt- und Personalamt
Herr Steffen Bonk