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Dr. Stefan Naas: RMV-Tarife müssen gerechter und billiger werden

Region muss Grenzen fallen lassen / RMV darf für niemanden teurer werden / Pilotprojekt RMV-Smart nachjustieren

Der Bürgermeister der Stadt Steinbach (Taunus), Dr. Stefan Naas, hält einen Abbruch des Pilotprojekts für das neue Tarifmodell RMV-Smart für nicht hinnehmbar, es müsse nachjustiert werden: „Der Tarifsprung zwischen Frankfurt und dem Umland ist das größte Ärgernis: Bisher überschreitet man bei einer Fahrt von Steinbach in die Frankfurter Innenstadt zwei Tarifwaben und zahlt dafür stolze 4,65 Euro. Ab der nächsten Station – Frankfurt-Rödelheim – ist es nur noch eine Tarifwabe, und man zahlt nur gut die Hälfte: 2,80 Euro – 40 Prozent weniger. Ab Eschborn-Süd, das ebenso wie Steinbach nur eine Haltestelle von Frankfurt-Rödelheim entfernt ist, zahlt man nur noch gut die Hälfte: nämlich schon heute nur 2,80 Euro – 40 Prozent weniger. Von Oberursel-Hohemark nach Frankfurt zahlt man genauso viel wie von Steinbach: ebenfalls 4,65 Euro. Das ist offensichtlich ungerecht. Ich habe jahrelang den RMV angeschrieben und für die Aufnahme Steinbachs in die Frankfurter Tarifzone gekämpft: Der RMV hat mich jahrelang hingehalten und vertröstet. Wir brauchen jetzt Fortschritte. Das Pilotprojekt muss weitergehen, aber mit veränderten Konditionen. Wenn man die Region ernstnimmt, und die Region alle Neubürger aufnehmen soll, die in Frankfurt keine Wohnung mehr finden, muss man irgendwann die Grenzen abbauen. Gleichzeitig darf es für niemanden teurer werden. Wenn die Absenkung des Grundpreises pro Fahrt per RMV-Smart das gewährleistet – was ich bezweifle –, können wir damit leben, wenn Frankfurt damit leben kann. Ersatzweise könnte man auch den Fahrtpreis ab der äußersten Haltestelle der jeweiligen Wabe nehmen und von dort an stufenlos auf den Tarif der Frankfurter Wabe absenken. Außerdem müssen Kurzstreckenfahrten richtig billig werden. Der Nahverkehr im RMV ist sowieso zu teuer und muss spürbar billiger werden. Hier steht vor allem die hessische Landesregierung in der Pflicht: Der Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main wird so knapp gehalten, wie es gerade noch geht, nach Nordhessen wird großzügig Geld gepumpt. Hier in Frankfurt wird aber das meiste Geld verdient, von dem ganz Hessen lebt. Ein preisgünstiger Nahverkehr lockt natürlich auch neue Kunden an. Das Land Hessen sollte eine Garantie für eventuelle Mindereinnahmen übernehmen, falls die Preissenkungen durch die neue Tarifstruktur nicht wie erwartet zu Mehreinnahmen führen.“

ANSPRECHPARTNERIN

Büro des Bürgermeisters
Frau Janina Kühne