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Neujahrsgruß 2017

Bürgermeister Dr. Stefan NaasLiebe Steinbacherinnen und Steinbacher,

zunächst wünsche ich Ihnen allen ein gutes, gesundes, glückliches und erfolgreiches neues Jahr. Ich hoffe, sie hatten alle ein besinnliches Weihnachtsfest, erholsame Tage „zwischen den Jahren“ und einen guten Start in das Jahr 2017.

Ein Jahreswechsel ist die Zeit in der wir inne halten, zur Ruhe kommen, das vergangene Jahr Revue passieren lassen, aber auch den Blick nach vorne richten. Dies möchte ich in den kommenden Zeilen für die Stadt Steinbach (Taunus) gerne tun:

Beginnen möchte ich mit einem Thema, dass uns in den vergangenen Jahren viel beschäftigte aber auch Auswirkungen auf die Zukunft unserer Stadt hat: Dem Schutzschirmvertrag.

Eine gute wirtschaftliche Lage, der Erfolg Steinbacher Gewerbebetriebe, das Wachsen unserer Stadt und der sorgsame Umgang mit Steuergeldern in der Steinbacher Verwaltung haben dafür gesorgt, dass wir die Haushaltsjahre 2013, 2014 und 2015 mit einem positiven Ergebnis abschließen konnten. Der Hessische Finanzminister Dr. Thomas Schäfer nahm dies zum Anlass, uns am 20. Dezember 2016 zu besuchen und die positiven Ergebnisse zu feiern: Die Entlassung aus dem Schutzschirm ist jetzt nur noch von der abschließenden Prüfung der Jahresergebnisse abhängig. Ich danke Ihnen, liebe Steinbacherinnen und Steinbacher, für Ihr Verständnis in den Jahren, wo wir jeden Cent zweimal umdrehen mussten.

Aber trotz des Schutzschirms und den damit verbundenen Einschränkungen ist es uns gemeinsam gelungen in Steinbach auch in 2016 vieles zu bewegen. Gleich zu Beginn des Jahres gelang es uns einen Investor für das Eckgrundstück im Baugebiet „Im Taubenzehnten“ zu finden. Wie sie auf den Plakatschildern am Ortseingang von Eschborn kommend erkennen können, plant dieser den Bau von mehreren Eigentumswohnungen und ganz besonders wichtig für Steinbach, die Ansiedlung eines Rossmann-Drogeriemarktes. Der lang gehegte Wunsch endlich einen Drogeriemarkt in Steinbach zu bekommen, wird damit in Erfüllung gehen.

Aber auch sonst hat sich in Steinbach vieles getan. Gebaut wird nahezu an allen Ecken und Enden der Stadt. Innerhalb kürzester Zeit gelang uns die Planung und Herrichtung des Baugebietes „Alter Cronberger Weg“ an der Sodener Straße. Die ersten Grundstücke sind bereits verkauft; im nächsten Jahr wird gebaut.

Die neue Stadtmitte rund um das Bürgerhaus und den Saint-Avertin-Platz nimmt weiter Formen an. Im Frühjahr haben wir das Richtfest in unserem Bürgerhaus gefeiert. „Steinbachs gute Stube“ wird nach seiner Fertigstellung wieder einen festen Platz im kulturellen und gesellschaftlichen Leben unserer Stadt einnehmen.

Neben der Fertigstellung des Bürgerhauses soll in 2017 auch die Neugestaltung des Saint-Avertin-Platzes beginnen. Der Platz, der den Namen unserer französischen Partnerstadt trägt, und für viele nur einen Parkplatz darstellt, soll aus seinem Dornröschenschlaf erwacht werden und einen richtigen Aufenthaltscharakter erhalten. Abgerundet wird das Areal sicherlich durch den Neubau Ecke Hessenring und Gartenstraße.

Weitere Bauprojekte, die in 2016 angeschoben und begonnen wurden, sind die Neugestaltung der Thüringer Anlage und die deutliche Aufwertung der Wegeverbindung zwischen der Berliner Straße und den Lebensmittelmärkten im Gewerbegebiet. Aus dem Asphaltstreifen soll eine ansehnliche und einladende Wegebeziehung mit Grün- und Spielflächen werden. Die Realisierung dieses Projektes erfolgt im Rahmen der „Sozialen Stadt“. Jugendliche waren eingeladen bei der Gestaltung dieser Fläche aktiv mitzuwirken.

Mit der Entlassung Steinbachs aus dem Schutzschirm sind unsere finanziellen Spielräume nicht per se gewachsen. Um diese langfristig und nachhaltig zu vergrößern, konnten wir in 2016 das Bebauungsplanverfahren für die Erweiterung unseres Gewerbegebietes „Im Gründchen“ zum Abschluss bringen.

In 2017 wollen wir den Steinbacher Norden in den Blickpunkt nehmen. Gemeinsam mit der katholischen Kirchengemeinde beabsichtigen wir den Neubau der Kindertagesstätte „St. Bonifatius“ mit Erweiterung um eine Betreuung für Kinder unter drei Jahren. Im Zuge dessen soll auch die Parkplatzsituation in der Obergasse, der Rossertstraße und den anliegenden Straßen verbessert werden.

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit bildete in 2016, wie auch in den Vorjahren, der soziale Bereich. Im April konnte die „Igelgruppe“ der städtischen Kindertagesstätte „Wiesenstrolche“ ihr neues Domizil in der ehemaligen Neuapostolischen Kirche in der Wiesenau beziehen. Dank der Eigenleistung durch den städtischen Bauhof konnten wir somit kostengünstig dreißig Plätze für die Betreuung von Kindern ab drei Jahren schaffen. Dies ist ein schönes Beispiel, wie kreativ und pragmatisch wir in Steinbach mit dem Geld unserer Bürgerinnen und Bürger umgehen. Der Hessische Finanzminister Dr. Thomas Schäfer lobte bei seinem Besuch in Steinbach den „Igelbau“ als schönes Beispiel für konsequentes Sparen und kluges investieren.

Besonderen Schwung erfuhren im vergangenen Jahr die sozialen Projekte innerhalb des Programms „Soziale Stadt“. Um die Integration, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Identifikation mit der Stadt und dem Quartier „Soziale Stadt“ kümmern sich die Mitarbeiterinnen des Stadtteilbüros. Mit Gloria Duvnjak und Bärbel Andresen hat dieser Teil des Städtebauprogramms zwei Gesichter bekommen. An Aktionen möchte ich an dieser Stelle das Frauenfest am 30. Oktober erwähnen. Sehr viele Frauen nahmen die Einladung zusammen mit Ihren Familien an und machten den Tag und die Veranstaltung zu einem vollen Erfolg. Die neue Jugendsprechstunde startete an einem ruhigen Nachmittag mit offenen Gesprächen und alkoholfreien Cocktails. Viele Jugendliche fanden den Weg ins Stadtteilbüro.

Viele Flüchtlinge, die uns in den Jahren 2015 und 2016 zugewiesen und dezentral untergebracht wurden, werden engagiert betreut. Sowohl die Stadtverwaltung, als auch Steinbacher Gewerbebetriebe, stellen Praktikumsplätze zur Verfügung um den Menschen den Einstieg in die Erwerbstätigkeit zu erleichtern. Hauptschlüssel für die Integration ist der Erwerb der deutschen Sprache. Gemeinsam mit dem Arbeitskreis „Flüchtlinge in Steinbach“ werden Sprachkurse für alle angeboten. Ich möchte an dieser Stelle den ehrenamtlich Aktiven des Arbeitskreises meinen herzlichen Dank für deren Engagement in den vergangenen zwei Jahren aussprechen. Allein durch staatliche Institutionen und Maßnahmen würde uns die Integration nicht gelingen. Ihr Einsatz ist daher unverzichtbar.

In 2016 wurde in unserer Stadt aber nicht nur gearbeitet, sondern auch gefeiert. Der Rathaussturm, der Bürgerschoppen, das Stadtfest, der Jazz am Apfelweinbrückchen, die Steinbacher Kerb, das Rathauskonzert und letztendlich der Weihnachtsmarkt brachten die Menschen unserer Stadt zusammen und ließen sie vergnügliche Stunden erleben und den Alltag vergessen.

Ich bin dem Steinbacher Gewerbeverein und Kultur- und Partnerschaftsverein Steinbach (Taunus) e.V., der Kerbegesellschaft und dem Vereinsring für seine Aktivitäten und die Unterstützung sehr dankbar.

Wieder aufgenommen in das Kulturprogramm unserer Stadt haben wir im letzten Jahr die Tagesfahrten für Seniorinnen und Senioren. Ausflugsziele waren Weilburg, Würzburg und der Rüdesheimer Weihnachtsmarkt. Neben den beliebten Kaffeenachmittagen für Seniorinnen und Senioren sind die Fahrten, die in 2017 noch ausgebaut werden sollen, ein schönes und gelungenes Angebot für die älteren Steinbacherinnen und Steinbacher, das von Anfang an sehr gut angenommen wurde.

Ein besonderes Augenmerk möchte ich in diesem Jahr auf eine außergewöhnliche kulturelle Veranstaltung werfen. Im Oktober werden Steinbacher Künstlerinnen und Künstler und Aktive des Kultur- und Partnerschaftsvereins in unsere französische Partnerstadt Saint Avertin reisen und anlässlich des 35-jährigen Bestehens unserer Partnerschaft dort die sogenannte „Deutsche Woche“ veranstalten.

Zum Abschluss meiner Zeilen gilt mein Dank all denjenigen Steinbacherinnen und Steinbachern, die sich ehrenamtlich in den Vereinen und Gruppierungen unserer Stadt engagieren. Ich hoffe auf dies Engagement auch in den vor uns liegenden Monaten, damit Steinbach weiterhin eine liebens- und lebenswerte Stadt im Grünen bleibt.  

Herzlichst
Ihr

Stefan Naas
Bürgermeister

ANSPRECHPARTNERIN

Büro des Bürgermeisters
Frau Janina Kühne