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Änderung der Flugrouten ? Fluglärm über Steinbach (Taunus)

Der Ausbau des Frankfurter Flughafens und die bevorstehende Inbetriebnahme der Landebahn im Nordwesten des Airports werfen bereits ihre ersten Schatten über Steinbach. Seit Wochen häufen sich Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern im Rathaus über eine deutliche Zunahme des Fluglärms, besonders im Steinbacher Süden. „Als mich die ersten Anfragen erreichten, dachte ich noch, dass es sich um Einzelereignisse handelte, aber wie sich jetzt zeigt, sind die Flugbewegungen über Steinbach alles andere als Einzelerscheinungen“, so Steinbachs Bürgermeister Dr. Stefan Naas. Die Ursache für den zunehmenden Fluglärm über Steinbach sind die zum 10. März auf Anordnung der Deutschen Flugsicherung (DFS) geänderten Flugrouten für den so genannten nördlichen Gegenanflug. Beim Gegenanflug werden die anfliegenden Flugzeuge aus den verschiedenen Richtungen in den Nahbereich des Flughafens bis zum Endanflug geführt. Durch die Ausdehnung des Flughafens in Richtung Norden musste die DFS nach internationalen Vorschriften die Routen für den nördlichen Gegenanflug um 2,5 Kilometer nach Norden verschieben, wobei Abweichungen von jeweils bis zu 4,5 Kilometer nördlich und südlich der Flurouten gestattet sind. Dies führt dazu, dass Flugzeuge, die früher über Sossenheim geführt wurden, nun über Eschborn und dem Steinbacher Süden einfliegen.


Ein weiterer Aspekt der für zusätzlichen Fluglärm über Steinbachs Dächern sorgt, ist der Abflug vom bestehenden Parallelbahnsystem des Flughafens in Richtung Norden bei Ostwetterlage. In diesen Fällen, besonders häufig in den Sommermonaten, liegt Steinbach inmitten  einer Schere aus den Flugrouten für den Gegenanflug und dem Abflug.


Bürgermeister Dr. Naas hätte sich von den Verantwortlichen der Flugsicherung oder des Flughafenbetreibers, Fraport AG, im Vorfeld der Routenänderung eine Information hierüber gewünscht: „Sicherlich müssen wir anerkennen, dass bereits im Jahr 2002 über eine Änderung der Flugrouten gesprochen wurde, aber im Sinne einer guten Nachbarschaft hätten wir uns über einen zeitnahen Hinweis  gefreut“.


Um die Bürgerinnen und Bürger umfassend über die Hintergründe, Auswirkungen und den aktuellen Sachstand zu informieren, wird die Verwaltung eine spezielle Seite zum Thema Fluglärm unter der Rubrik „Leben“ auf der städtischen Homepage integrieren. Unter anderem werden interessierte Bürgerinnen und Bürger dort diverse Links zu den Flugverläufen und den Flugrouten finden.


Damit die Lärmbelästigung Steinbachs exakt festgestellt werden kann, hat Bürgermeister Dr. Naas bei der DFS die Installation einer mobilen Fluglärm-Messstation beantragt. Solche Messungen wurden bereits in Liederbach durchgeführt, in Schwalbach wurde eine Anlage Mitte Juli in Betrieb genommen. „Wenn wir für unsere Bürger etwas in Sachen Lärmschutz erreichen wollen, müssen wir mit qualifizierten Zahlen operieren“, mit diesen Worten zeigt sich der Steinbacher Rathauschef von der Notwendigkeit solch einer Anlage überzeugt. Die Stadt Steinbach war übrigens eine der ersten Kommunen, die dem Forum Flughafen und Region ihre Unterstützung für die Durchführung einer Lärmwirkungsstudie zu den gesundheitlichen Auswirkungen des Fluglärms sowie des Schienen- und Straßenlärms im Umfeld des Frankfurter Flughafens zugesagt hat.


Um die politisch Verantwortlichen in Steinbach über sämtliche Hintergründe und Sachverhalte zu den geänderten Flugrouten zu informieren, hat Bürgermeister Dr. Naas Mitarbeiter der DFS sowie Vertreter der Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung zur Magistratssitzung am 15. August eingeladen. „Ich hoffe, dass uns bei diesem Termin die Zusammenhänge, die zur Änderung der Flugrouten geführt haben, detailliert erläutert werden und wir die Möglichkeiten einer Veränderung oder Verbesserung der derzeitigen Situation besprechen können“, so der Rathauschef. Die Bürgerinnen und Bürger werden im Anschluss über die wesentlichen Inhalte dieser Sitzung Informationen auf der städtischen Homepage – www.stadt-steinbach.de –  erhalten.

 

gez.

Steffen Bonk

ANSPRECHPARTNER

Hauptamt
Herr Steffen Bonk

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