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Ergebnisse der Fluglärmmessung liegen vor

Wie bereits berichtet, wurden in der Zeit vom 21.02. bis 02.04.2012 Fluglärmmessungen mit einer mobilen Messanlage auf dem Steinbacher Friedhof durchgeführt. Nun liegen der Verwaltung die Ergebnisse dieser Messungen vor.


Im oben genannten Zeitraum wurden von der Anlage insgesamt 2.302 Geräuschereignisse erfasst, die über einer Pegel-Schwelle von 58 dB(A) lagen. Hiervon können insgesamt 86 Messereignisse dem Flugverkehr zugeordnet werden. In den Tageszeiten von 06 – 22 Uhr kam es zu insgesamt 76 Messereignissen, davon 30 mit einem Lärmpegel zwischen 58-59 dB(A) sowie 45 Überflügen, die einen Lärmpegel zwischen 60-64 dB(A) erzeugten. In den Nachtzeiten zwischen 22 – 06 Uhr kam es zu insgesamt zehn registrierten Flugbewegungen, deren Lärmpegel dem Verhältnis am Tage entspricht. Sowohl am Tag als auch in der Nacht wurde jeweils ein Überflug mit einem Lärmpegel zwischen 65-69 dB(A) gemessen. Der höchste gemessene Wert betrug 67 dB(A).


Steinbachs Bürgermeister Dr. Stefan Naas zeigt sich von den Messergebnissen nicht überrascht. „Es bestätigt das persönliche Empfinden einiger Steinbacher, dass es seit März letzten Jahres zu einer Zunahme des Fluglärms über den Steinbacher Süden kam“. Die Ursache hierfür liegt in der Verschiebung des südlichen und nördlichen Gegenanflugs sowie der Veränderung der Abflugrouten bei Ostbetrieb im Vorgriff auf die Inbetriebnahme der neuen Landebahn im Nordwesten des Frankfurter Flughafens im Oktober 2011. „Wir haben die Besorgnisse der Bürgerinnen und Bürger ernst genommen und haben frühzeitig Ursachenforschung betrieben“, erklärt der Rathauschef. So kam es, dass Steinbach  die erste Kommune war, in der eine solche Lärmmessung durchgeführt wurde.


Im Ergebnis der Messungen kann festgehalten werden, dass durch Vorbeiflüge – im Verhältnis zur Gesamtzahl aller Flugbewegungen – häufig Geräuschpegel erzeugt werden, die sich von den ortsüblichen Umgebungsgeräuschen abheben. Dies stellt eine spürbare Lärmbelästigung für die Bürger Steinbachs dar.


Auch wenn Einzelereignisse ein Ärgernis für Bürgerinnen und Bürger darstellen, muss allerdings auch festgestellt werden, dass gemäß dem derzeitig gültigen Fluglärmgesetz die vom Gesetzgeber vorgegebenen Lärmquoten für Schallschutzmaßnahmen nicht erreicht werden. „Hier stehen die politisch Verantwortlichen in Wiesbaden und Berlin in der Pflicht, Vorkehrungen für einen wirkungsvolleren aktiven und passiven Schallschutz zu schaffen“, so Naas abschließend.


Der komplette Messbericht wird auf der Homepage der Stadt Steinbach (Taunus) unter www.stadt-steinbach.de veröffentlicht.


Steinbach (Taunus), 10.07.2012


gez.
Steffen Bonk

ANSPRECHPARTNER

Hauptamt
Herr Steffen Bonk

MESSBERICHT

1. Quartal 2012