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Weihnachts- und Neujahrsgruß 2012/2013

Liebe Steinbacherin, lieber Steinbacher!


MLF_5141ab_2_72dpi_200.jpgDas Jahr 2012 neigt sich dem Ende entgegen, und das Weihnachtsfest steht vor der Tür: Ich will deshalb innehalten und auf die vergangenen 12 Monate zurückblicken, denn 2012 war ein besonderes Jahr für Steinbach, ein wichtiges Jahr.


In der ersten Jahreshälfte hat das Steinbacher Stadtparlament sein Interesse bekundet, den kommunalen Schutzschirm des Landes Hessen in Anspruch zu nehmen: Der Schutzschirm würde es der Stadt ermöglich, bis zu 46% seiner Schulden bis zum Jahr 2016 auf das Land Hessen abzuwälzen. Dies stellt eine riesige Entlastung für unsere Stadt dar, aber das Land knüpft auch Bedingungen daran: Sparmaßnahmen und weiterer Stellenabbau in der Verwaltung, eine Anhebung der Grundsteuer sowie Wachstum in Bezug auf Einwohner und Gewerbe. Wir werden dadurch mehr aufeinander achtgeben und enger zusammenrücken müssen. Die Einsparungen werden für eine gewisse Zeit unmittelbar oder mittelbar jeden in Steinbach betreffen, aber sie ermöglichen uns und der nachfolgenden Generation eine bessere Zukunft. Ein Teil unseres Konzepts für die Teilnahme am Schutzschirm besteht in der Erhöhung der Einnahmen durch die Gewerbesteuer und durch den Anteil an der Einkommenssteuer.


Mit dem Bebauungsplan „Im Gründchen“ am S-Bahnhof werden neue Gewerbeflächen entstehen. Im Baugebiet „Taubenzehnter“ sind neben dem Bauplatz des neuen Edeka-Marktes 19 Bauplätze für Einzel- und Doppelhaushälften entstanden, die im regionalen Vergleich auch für Normalverdiener erschwinglich waren und den in unserer Stadt sehr gut ausgebauten sozialen Wohnungsbau ergänzen. Die Bauplätze konnten sowohl was die Nachfrage als auch die Einnahmen betraf für unsere Stadt erfolgreich vermarktet werden. Dies zeigt deutlich, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden und Steinbach nach wie vor als interessanter und bevorzugter Wohnstandort im Vordertaunus gilt. Besonders erfreulich ist, dass die Erschließungsarbeiten im Baugebiet, wie für jeden sichtbar, gut voran gehen.


Ein weiterer Schwerpunkt lag im Jahr 2012 auch wieder in der Schaffung einer bedarfsgerechten Kinderbetreuung. Wir haben das Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren erfolgreich ausgebaut. In der Kindertagesstätte „Wiesenstrolche“ wurden zum August zwanzig neue Plätze geschaffen, ebenso in der evangelischen Kindertagesstätte. Hierfür wurden die Räume des ehemaligen Kinderhortes umgebaut, der seit dem Frühjahr im neuen Betreuungszentrum in der Geschwister-Scholl-Schule untergebracht worden ist. Für die Betreuung unserer kleinen Steinbacherinnen und Steinbacher wurde neues qualifiziertes Personal eingestellt. In Summe sind dies – auch vor dem Hintergrund unserer finanziellen Leistungsfähigkeit - unglaubliche Anstrengungen, die unsere Stadt unternimmt, um unseren Kindern eine gute Zukunft zu ermöglichen.
Wenn die Politik in den vergangenen Monaten auch immer kontrovers über dieses Thema diskutierte, wurde dabei aus meiner Sicht nie über die Sinnhaftigkeit, sondern ausschließlich um die Finanzierung gerungen. Ich werde mich auch in Zukunft für den Ausbau einer bedarfsgerechten Kinderbetreuung, trotz des kommunalen Schutzschirmes, einsetzen.
Die Steinbacher Schulkinder konnten im April –nach langem Warten – den eindrucksvollen Neubau der Geschwister-Scholl-Schule beziehen. Ich bin davon überzeugt, dass in einem solchen Umfeld das Lernen noch besser gelingt und vor allem noch mehr Freude bereitet!


Zur Lebensqualität gehören auch ein neuer Spielplatz und ein neuer Bolzplatz, auf denen sich Kinder und Jugendliche nach Herzenslust austoben können. Am Weiher ist ein multifunktionaler Spielplatz entstanden, der in 2013 noch weiter aufgerüstet werden soll. Ich blicke mit etwas Stolz auf diese Anlage und bin mir sicher, dass andere uns um diese etwas beneiden.
Das Thema Verkehrssicherheit stand auch im Jahr 2012 auf der Agenda und es ist diesbezüglich auch einiges geschehen. Seit ein paar Wochen zieren graue Säulen das Stadtbild von Steinbach, die alle Steinbacherinnern und Steinbacher kennen sollten. Sie haben den Zweck, auswärtige Raser auszubremsen und den Anwohnern der Eschborner Straße und der Kronberger Straße ihre Nachtruhe zu sichern.


Auch für bedürftige Steinbacher Bürgerinnen und Bürger wurde 2012 gesorgt. Die Arbeiterwohlfahrt - AWO - hat in der Seniorenwohnanlage in der Kronberger Straße 2 eine Kleiderkammer eingerichtet. Mit dieser Einrichtung werden die in Notlage geratenen Mitbürger mit guterhaltener Kleidung und Schuhen und vielen weiteren Gütern zur Grundversorgung unterstützt.


Ältere Bürgerinnen und Bürger können sich für die Zukunft freuen, denn vor Kurzem wurde eine Lösung für das Grundstück der katholischen Kirche in der Untergasse gefunden. Im nächsten Jahr sollen auf dem ehemaligen Kirchengrundstück ein stationäres Pflegeheim und Senioren-Eigentumswohnungen entstehen. Ein lang gehegter Wunsch der Kirchengemeinde und der Stadt geht damit in Erfüllung, denn dies Projekt gibt älteren Steinbacherinnen und Steinbachern die Möglichkeit, auch im Alter und im Falle einer Pflegebedürftigkeit in unserer Stadt wohnen zu bleiben. Mein Ziel dabei ist es, neuen Mitbürgerinnen und Mitbürgern eine Heimat zu bieten und gleichzeitig dabei die ältere Generation und die „alteingesessenen“ Steinbacher nicht aus dem Blick zu verlieren. Besonders freut es mich, dass die katholische Kirchengemeinde St. Bonifatius bei diesem Projekt zudem eine neue Kirche mit Gemeindezentrum erhält.


Zudem feierten wir in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum: 40 Jahre Steinbacher Stadtrechte. Wir sind damit zwar noch eine recht junge Stadt, aber nicht minder Stolz auf dieses für Steinbach große Jubiläum. Zurückblickend auf das Jahr 1972 kann man heute sagen, dass Steinbach sich die Hoffnung machen kann, eine sehr vielversprechende Zukunft vor sich zu haben.


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wenn Sie sich umblicken in unserer Stadt sehen Sie, dass sich in den vergangenen Monaten viel getan hat, und auch im kommenden Jahr sich viel tun wird. Zu den größeren anstehenden Projekten gehört die Sanierung der Bahnstraße. Sie wird sicherer, schöner und grüner werden. Ich bin fest davon überzeugt, dass Ihnen das Ergebnis am Ende gefallen und dieses Projekt das Gesamterscheinungsbild Steinbachs über die Stadtgrenzen hinaus positiv beeinflussen wird.


Auch sollen die von Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebgewonnenen kulturellen Veranstaltungen, wie das Theater, das Kindertheater, die erfolgreiche Kult-tour-Reihe, der Bürgerschoppen, das Rathauskonzert, der Jazz am Apfelweinbrückchen, das Stadtfest und anderes mehr im nächsten Jahr fortgeführt werden.


An dieser Stelle möchte ich mich bei der guten Zusammenarbeit mit dem Kultur- und Partnerschaftsverein, dem Gewerbeverein und dem Vereinsring und allen anderen Vereinen bedanken. Steinbach lebt mit seinen Vereinen, die unsere Stadt im Inneren so liebenswert erscheinen lassen. Hier gilt es, trotz aller Sparzwänge, auch in Zukunft ein faires und freundschaftliches Miteinander zu pflegen.
Mein besonderer Dank gilt auch in diesem Jahr wieder unserer Freiwilligen Feuerwehr, die mit ihren zahlreichen Einsätzen zum Wohle unserer aller Sicherheit beigetragen hat.
Danken möchte ich auch den Damen und Herren der Stadtverordnetenversammlung, des Magistrates, und aller städtischen Gremien wie dem Ausländerbeirat für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Gerade in Zeiten wie diesen, in denen herausragende Entscheidungen getroffen werden müssen, ist es wichtig, dass über Parteigrenzen hinweg Vertrauen besteht und zusammen gearbeitet werden kann.
Dies gelingt uns aus meiner Perspektive hervorragend. Dank verdienen auch alle karitativen und sozialen Einrichtungen für ihren Einsatz und ihr Engagement zum Wohle der Steinbacher Bürgerinnen und Bürger, ebenso allen Vereinen und Verbänden sowie alle ehrenamtlichen Helfern für die geleistete Arbeit.
Auch den städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Bauhof und in der Verwaltung gilt mein herzlicher Dank. Ohne sie wäre es nicht möglich gewesen, was in dieser Stadt 2012 alles vorangetrieben wurde.
Zum Schluss bleibt mir noch, Ihnen liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest zu wünschen.
Für das bevorstehende Jahr 2013 wünsche ich Ihnen alles erdenklich Gute, vor allem Gesundheit, Wohlergehen und Gottes Segen.

 

Ihr Stefan Naas

Bürgermeister

ANSPRECHPARTNERIN

Bürgermeistervorzimmer
Frau Janina Kühne