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Magistrat legt Kindertagesstättenentwicklungsplan 2014/2015 vor

Kinderbetreuung bleibt Schwerpunkt der Stadtpolitik

Am Freitag, 28.03.2014, stellte Bürgermeister Dr. Stefan Naas in einer Pressekonferenz den neuen Bericht zur Kinderbetreuung und den Bedarfsplan für das Kindergartenjahr 2014/2015 vor.


Der 17 Seiten umfassende Bericht gibt einen Überblick über die wesentlichen gesetzlichen Bestimmungen zur Kindertagesbetreuung, allen voran dem zum 01.01.2014 in Kraft getretenen Kinderförderungsgesetz (Kifög), mit dem eine umfassende Neuregelung der gesetzlichen Grundlagen erfolgte. Darüber hinaus wird die Bedarfssituation im kommenden Kindergartenjahr 2014/2015 detailliert betrachtet und ein Ausblick für die kommenden Jahre aufgezeigt. Zum Abschluss des Berichtes werden seitens des Magistrats Handlungsempfehlungen ausgesprochen, wie der Bedarf an Plätzen gedeckt werden kann.


Bürgermeister Dr. Naas zeigte sich zufrieden, dass die Verpflichtung des § 30 Hessisches Kinder- und Jugendhilfegesetz, wonach die Gemeinden in Zusammenarbeit mit den Trägern der freien Jugendhilfe den Bedarf an Plätzen für Kinder in Tageseinrichtungen jährlich ermitteln sollen, erfüllt werden konnte.


Konkret weist der Bedarfsplan folgende Betreuungssituationen auf:


Im Krippenbereich stehen für 201 Kinder zwischen dem vollendeten 1. bis zur Vollendung des 3. Lebensjahres insgesamt 78 Plätze in Tageseinrichtungen und in Tagespflege zur Verfügung. Dies entspricht einem Versorgungsgrad von 38%. Der Rathauschef erläuterte, dass damit der von der Bundesregierung angestrebte Versorgungsgrad von 35% erreicht ist. Allerdings geht der Magistrat von einem wachsenden Bedarf innerhalb der nächsten Jahre aus. „Die Erfahrungen, auch bei Einführung des Rechtsanspruches auf einen Kindergartenplatz, zeigen, dass mit steigendem Angebot auch der Bedarf wächst“, weiß Naas.


Kritischer ist die Situation im Bereich der Betreuung der über Dreijährigen. Hier stehen im kommenden Kindergartenjahr 426 anspruchsberechtigten Kindern lediglich 371 Plätze gegenüber. In Anbetracht der konstanten Geburtenzahl in Steinbach von rund 100 Kindern pro Jahr und der Attraktivität Steinbachs für besonders junge Familien sieht der Magistrat in dieser Betreuungsform besonderen Handlungsbedarf. „Die Situation, wie wir sie im letzten Bericht dargestellt haben, verfestigt sich. Ohne den Bau weiterer Gruppen oder die Ansiedlung eines weiteren Trägers werden wir diese Problematik nicht lösen können“, resümiert der Bürgermeister.


Als besonders erfreulich und vorbildlich bezeichnete Naas hingegen die Nachmittagsbetreuung für Schulkinder. Dank des Neubaus der Geschwister-Scholl-Schule und der Integration des Betreuungszentrums kann der Bedarf vollständig gedeckt werden. Hier stehen sogar noch freie Kapazitäten zur Verfügung, die allerdings – in Anbetracht der Situation bei den unter Sechsjährigen – sicherlich in Zukunft auch benötigt werden. Hier macht es sich, nach Aussage des Rathauschefs bezahlt, dass man bei den Verhandlungen mit dem Kreis und den Planungen über den Neubau der Grundschule nicht zu knapp kalkuliert hat. „Dies erspart kurzfristige Lösungen, die unter Handlungsdruck entstehen und zudem enorme Kosten verursachen“, so Naas.


Der Bürgermeister ist davon überzeugt, der Stadtverordnetenversammlung ein umfangreiches und informatives Werk mit diesem Bericht vorgelegt zu haben und freut sich auf die sicherlich interessante Diskussion im Stadtparlament und im Sozialausschuss.

ANSPRECHPARTNERIN

 

Amt für soziale Angelegenheiten
Frau Inge Michaelis