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Erinnerung an die Schlacht bei Steinbach

20140414_Streitplacken_IMG_4337_200.jpgWer in den letzten Wochen das schöne Wetter und die ersten warmen Sonnenstrahlen für einen Spaziergang durch die Steinbacher Gemarkung nutzte, bemerkte sicherlich auch die Arbeiten im Feld zwischen Steinbach und Eschborn.


Dort, wo nun 26 standorttypische Bäume wie Esskastanie, Vogelkirsche, Feldahorn und Hainbuche ein modernes, lebendiges Kunstwerk bilden, flogen im Jahr 1389 in der Schlacht bei Steinbach buchstäblich die Fetzen. Am 14. Mai trafen an dieser Stelle eine vereinigte Streitmacht von Pfälzer, Hanauer und Kronberger Rittern auf das Heer der Frankfurter. Die zahlenmäßig weit unterlegenen Verbündeten konnten sich unter Führung der Kronberger gegen die Angreifer behaupten und gingen als Sieger vom Felde. Bemerkenswert ist die Zahl der Gefangenen. Über 600 Frankfurter – fast 40 Prozent des gesamten Heeres – wurden gefangen genommen und mussten in der Folge durch die Stadt Frankfurt ausgelöst werden.


Auf Vorschlag von Bürgermeisters Dr. Naas soll nun über 600 Jahre später an die Schlacht erinnert werden. Naas konnte seine Amtskollegen aus Eschborn, den inzwischen aus dem Amt geschiedenen Wilhelm Speckhardt, und Kronberg, Klaus Temmen, sowie den Regionalpark Rhein-Main von seiner Idee diesen besonderen Ort hervorzuheben überzeugen.


Zahlreiche Künstler stellten sich in Folge einer elfköpfigen Jury im Rahmen eines Ideenwettbewerbs, aus dem am Ende Ulrich Genth und Heike Mutter mit ihrem Vorschlag „Schiefer Wald“ als Sieger hervorgingen. Die Bäume, die in Schieflage angepflanzt wurden und in den nächsten Jahren versuchen werden, sich aus dieser Situation zu befreien, um nach oben wachsen zu können, sollen – nach der Vision der beiden Künstler – als Gedächtnis von Schmerz, Streit und verwundeter Geschichte fungieren. Die Bepflanzung ist zudem dergestalt angelegt, dass eine Blickachse entsteht, die auf der einen Seite einen Blick auf die imposante Frankfurter Skyline ermöglicht und andererseits eine wunderschöne Sicht auf die Kronberger Burg bietet.


Steinbachs Rathauschef freut sich, dass dies Projekt in Kooperation der drei Städte und des Regionalparks auf Steinbacher Gemarkung umgesetzt werden konnte. Die Kosten teilen sich der Regionalpark und die Stadt Eschborn. „Ein schönes Bild der Verbundenheit und des Miteinanders an einem Ort, wo sich einst Nachbarn kriegerisch gegenüber standen“, resümiert Naas.

 

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Herr Steffen Bonk