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Kunstwerk ?Schiefer Wald? wurde offiziell eingeweiht

Am Freitag, 13. Juni 2014, wurde das Kunstwerk „Schiefer Wald“ auf dem geschichtsträchtigen Flurstück ‚Streitplacken‘ an der Regionalpark Rundroute zwischen Eschborn und Steinbach offiziell eingeweiht. Es ist das erste Eschborner Regionalpark Projekt, welches von dem 20140613_Streitplacken_IMG_4765_200.jpgEschborner Bürgermeister Mathias Geiger gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Regionalpark RheinMain Ballungsraum GmbH Klaus Wichert und dem Ideengeber, dem Steinbacher Bürgermeister Dr. Stefan Naas, eröffnet wurde.


Das Hamburger Künstlerpaar Ulrich Genth und Heike Mutter haben ein Kunstwerk geschaffen, das in ungewöhnlicher Weise an die Schlacht bei Steinbach aus dem Jahr 1389 erinnert: Am 14. Mai trafen an dieser Stelle eine vereinigte Streitmacht von Pfälzer, Hanauer und Kronberger Rittern auf das Heer der Frankfurter. Die zahlenmäßig weit unterlegenen Verbündeten konnten sich unter Führung der Kronberger gegen die Angreifer behaupten und gingen als Sieger vom Felde. Bemerkenswert ist die Zahl der Gefangenen. Über 600 Frankfurter – fast 40 Prozent des gesamten Heeres – wurden gefangen genommen und mussten in der Folge durch die Stadt Frankfurt ausgelöst werden.


Das Kunstwerk aus lebendigen Bäumen fällt bereits aus der Ferne ins Auge. Auf dem Flurstück ‚Streitplacken‘ wurden 26 Bäume in starker Schieflage eingepflanzt, die dadurch wirken, als ob sie von einem Ereignis niedergedrückt wurden. Die Baumstämme werden von Stützen aus weiß lackiertem Stahl in ihren Positionen gehalten. Mit den Jahreszeiten werden die Bäume wachsen und sich verändern. Die Baumkronen werden dem Licht entgegen nach oben wachsen.


20140613_Streitplacken_IMG_4755_200.jpgDie Künstler verzichten bewusst auf eine illustrative Darstellung der historischen Fehde, vielmehr übertragen sie den Konflikt in ein landschaftliches Bild. In ihrer Deformation werden die Bäume zum Sinnbild von verwundeter Geschichte, weisen sich zugleich aber auch als Hilfskonstruktion aus, die einen Ort markiert, der über Jahrhunderte als Ackerfläche genutzt wurde und keine sichtbaren Spuren der geschichtlichen Ereignisse mehr aufweist.


Steinbachs Rathauschef Stefan Naas freute sich bei der Eröffnung, dass das Projekt in Kooperation der drei Städte Eschborn, Kronberg und Steinbach in Zusammenarbeit mit dem Regionalpark umgesetzt werden konnte. Die Kosten teilen sich der Regionalpark und die Stadt Eschborn. „Ein schönes Bild der Verbundenheit und des Miteinanders an einem Ort, wo sich einst Nachbarn kriegerisch gegenüber standen“, resümierte Naas.

ANSPRECHPARTNERIN

 

Haupt- und Personalamt
Herr Steffen Bonk