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Projekt "Soziale Stadt" gestartet

Planung und Management beauftragt

Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Steinbach (Taunus) hat am vergangenen Montag, 21. Juli 2014, einen wichtigen Beschluss für das Projekt "Soziale Stadt" gefasst. Zur Erstellung eines Integrierten Handlungskonzeptes und für das Quartiersmanagement wurde nach einem europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb die Bietergemeinschaft Deutsche Stadt- und Grundstücksgesellschaft (DSK)/Caritas beauftragt. Die Beauftragung ist langfristig angelegt. So soll das im ersten Jahr zu erstellende und danach zu beschließende Handlungskonzept und dessen Ziele in den nächsten Jahren Zug um Zug umgesetzt werden.


Nachdem sich bislang Verwaltung und Politik mit dem Projekt „Soziale Stadt“ auseinandergesetzt haben, wird dieses mit dem gefassten Beschluss auch für die Bürgerinnen und Bürger greifbar. "Für die Stadt fängt nun eine spannende Phase an", freut sich Bürgermeister Dr. Naas. Planer sowie Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers werden sich gemeinsam an einen Tisch setzen und nach Möglichkeiten zur Verbesserung der Wohn- und Lebenssituation in der Innenstadt und dem östlich daran anschließenden Stadtgebiet suchen.


Die beauftragten Planer bringen Erfahrungen aus vergleichbaren Projekten in anderen Städten sowie auch Kenntnisse der örtlichen Gegebenheiten mit. Die DSK mit Sitz in Wiesbaden ist bundesweit tätig und betreut verschiedene städtebauliche Vorhaben, auch in Rhein-Main. Die Caritas Hochtaunus hat Erfahrungen in zahlreichen Sozialprojekten in der Region und ist in Steinbach bereits seit einigen Jahren mit einer Beratungsstelle ansässig. Beide Unter¬nehmen werden in den nächsten Jahren in einem neu einzurichtenden Büro im Entwicklungsgebiet eine hohe Präsenz vor Ort haben und Anlaufstelle für projektbezogene Belange sein.


Von besonderer Bedeutung, so unterstreicht Bürgermeister Dr. Stefan Naas unter Bezugnahme zum Baugesetzbuch, ist das Engagement der Bürger des Quartiers bei der planerischen Entwicklung und Umsetzung der Projekte. Das heißt, es soll durch die Beteiligung der Bürger eine hohe Akzeptanz erreicht und somit die Identifikation mit ihrer Stadt gefördert werden. Dieses Sich-Wohlfühlen fördert Integration, Nachhaltigkeit und eine lebendige Stadt.


Im Herbst sollen erste Arbeitsgruppen installiert werden, so dass im Frühjahr 2015 erste Ergebnisse vorgestellt und diskutiert werden können. Die Bezeichnung "Integriertes" Hand¬lungskonzept wird ernst genommen. Schlussendlich haben die Stadtverordneten dies zu prüfen und darüber zu befinden. Einen hohen Stellenwert nimmt dann auch die Öffentlichkeitsarbeit ein. Der im Rahmen des Soziale-Stadt-Projektes beauftragte städtische Koordinator Jürgen Hölz wünscht sich einen lebendigen Entwicklungsprozess, der den Projektbeteiligten sicherlich viel Freude machen und die Identifikation mit ihrer Stadt stärken wird.


Für die erste Phase zur Erarbeitung des Integrierten Handlungskonzeptes und des Quar-tiersmanagement stehen der Stadt zunächst 100.000 Euro zur Verfügung. Die Ergebnisse des Handlungskonzeptes begründen dann die weiteren Mittelbeantragungen für die Folgejahre. Erfahrungen in anderen Kommunen mit dem Projekt zeigen, dass dieses Verfahren für rund zehn Jahre konzipiert ist. In der Regel sind die Soziale-Stadt-Verfahren auf rund 10 Jahre konzipiert. „Dieses Projekt ist eine einmalige Chance für Steinbach und wird uns die kom¬menden Jahre beschäftigen“, so der Rathauschef abschließend.