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Steinbach auf gutem Weg

Steuereinnahmen sprudeln

20141002_Gewerbesteuer_200.jpg„Licht am Ende des Tunnels“, erkennt Steinbachs Bürgermeister Dr. Stefan Naas beim Blick auf die Entwicklung der Gewerbesteuer und dem laufenden Haushaltsvollzug. Im Rahmen einer Pressekonferenz am vergangenen Donnerstag, 02. Oktober 2014, erläuterten Bürgermeister Naas und der Leiter des städtischen Amtes für Finanzwesen, Marcus Gipp, das vorläufige Ergebnis des Haushaltsjahres 2013.


Grund zur Freude besteht vor allem im Bereich der Gewerbesteuer. Nach einem Verharren dieser Einnahme in den 90er und 2000er Jahren zwischen 1 Mio. und 1,5 Mio. Euro hat im Jahr 2011 eine Trendwende eingesetzt, die der Stadt Steinbach im vergangenen das zweitbeste Ergebnis in ihrer Geschichte einbrachte. Naas und Gipp rechnen mit einem vorläufigen Ergebnis von knapp 2,6 Mio. Euro. Auch die Prognosen für das laufende Jahr sind mehr als erfreulich. „Wie laufen auf einen neuen Rekord zu. Wenn im letzten Quartal kein Einbruch kommt, rechnen wir mit einem Ertrag in Höhe von 2,9 Mio. Euro“, erläutert Naas.


Gründe für den Geldsegen in Steinbach Stadtkasse sieht Bürgermeister Dr. Naas neben der allgemeinen positiv zu bewertenden konjunkturellen Wirtschaftslage im Erfolg der Steinbacher Unternehmen. Nach Meinung des Rathauschefs haben die Firmen in den vergangenen Jahren die Weichen richtig gestellt und haben somit heute die Möglichkeit zu expandieren. Einen weiteren Grund sieht Naas aber auch in den Bemühungen der Verwaltung im Bereich der Wirtschaftsförderung. „Durch den persönlichen Kontakt zwischen Unternehmen und Verwaltung, der durch regelmäßig stattfindende Firmenbesuche hergestellt und gepflegt wird, wissen wir wo der Schuh drückt und können kurzfristig und oft unbürokratisch Abhilfe schaffen. Hier trägt unsere Arbeit sichtbar Früchte“, resümiert Naas. Ein Indiz für den Erfolg der Steinbacher Unternehmen ist die Zahl der Firmen, die inzwischen Gewerbesteuer in fünf- oder sechsstelliger Zahl entrichten. 37 bzw. sechs Gewerbesteuerzahler in dieser Größenordnung gab es in Steinbach in Vergangenheit nicht.


Aber nicht nur die Erträge der Gewerbesteuer bieten allen Grund zur Freude, auch das Wirtschaften in der Verwaltung verlief im Jahr 2013 äußerst positiv. Sah das Jahresergebnis bei Verabschiedung des Haushaltes 2013 noch ein Defizit von rund 1,15 Mio Euro vor, schätzt der Kämmerer das vorläufige Ergebnis der Jahresrechnung – hier fehlen noch einige Wertstellungen durch die Prüfung der Eröffnungsbilanz und die Abschreibungen - bei einem Plus bis zu 500.000 Euro, ohne Investitionen wohlgemerkt. Es ist das erste postive Haushaltsergebnis seit 1992. „Dieser Abschluss ist Ergebnis einer guten Zusammenarbeit zwischen Stadtverordnetenversammlung, Magistrat und Verwaltung. Alle Beteiligten sind sich ihrer Verantwortung bewusst und agieren mit Weitsicht“, kommentiert der Rathauschef. 


Steinbach befindet sich nach Ansicht des Bürgermeisters auf einem guten Weg. Die Erträge der Gewerbesteuer helfen bei der Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen gegenüber dem Land, die mit Abschluss der Vereinbarung über die Teilnahme am kommunalen Schutzschirm eingegangen wurden.


Besonders positiv zeigt sich auch die Entwicklung der langfristigen Verbindlichkeiten. Der Schuldenstand beträgt zum heutigen Tag rund 8,3 Mio. Euro. Zudem kommen nochmals Verbindlichkeiten aus dem Kassenkredit von rund 6,5 Mio. Euro. „In Summe zwar eine stattliche Zahl, aber verglichen mit unserer Situation im Jahr 2012 mehr als erfreulich“, erläutert Naas. Vor Vertragsunterzeichnung zum kommunalen Schutzschirm betrugen allein die Verbindlichkeiten des Kassenkredites bis zu 13,5 Mio. Euro.


Der Rathauschef sieht sich in seiner Auffassung bestätigt, dass Steinbachs Schlüssel für finanziellen Handlungsspielraum und damit letzten Endes zum Erhalt der kommunalen Selbstständigkeit im Wachstum der Gemeinde liegt. „Wir müssen uns sowohl in der Anzahl unserer Einwohner als auch im Bereich des Gewerbes stetig wachsen, um nicht den Anschluss zu verlieren“, resümiert Naas und verweist auf die Planungen zum neuen Gewerbegebiet „Am Gründchen“ und zu den Überlegungen weiterer Baugebiete.

ANSPRECHPARTNER

Amt für Finanzwesen
Herr Marcus Gipp