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Obdachlosigkeit

Die Stadt Steinbach (Taunus) ist als Sicherheitsbehörde verpflichtet, Leben und Gesundheit ihrer Bürgerinnen und Bürger zu schützen. Bei drohendem Verlust der bisherigen Wohnung gehört dazu auch die Bereitstellung einer Notunterkunft.

Wenn Sie von Obdachlosigkeit bedroht sind, beispielsweise in Folge einer fristlosen Kündigung oder einer Räumungsklage, dann melden Sie sich bitte umgehend bei der Stadtverwaltung, damit gemeinsam nach Lösungen und anderweitigem Wohnraum gesucht werden kann.

Einen Wohnungsantrag können Sie im Wohnungsamt/Bürgerbüro stellen.

Empfänger von Sozialleistungen nach dem Bundessozialhilfegesetz (BSHG) sprechen bezüglich der bevorstehenden Räumung unverzüglich beim Kreissozialamt in Bad Homburg vor.

Alle Fragen zur bevorstehenden Zwangsräumung (Vollstreckungsschutz, Einstellung der Räumung nach Wegfall des Räumungsgrundes) beantwortet Ihnen der zuständige Gerichtsvollzieher oder das Amtsgericht Bad Homburg v.d.H.

Im Falle der Zwangsräumung wird die Obdachlosenbehörde tätig, wenn die Räumung der Wohnung tatsächlich stattfindet und alle anderen im Vorfeld auszuschöpfenden Möglichkeiten keinen Erfolg hatten. Die Vermeidung von Obdachlosigkeit wird durch die Unterbringung in der Notunterkunft erreicht.

Die Unterbringung in der Notunterkunft ist stets befristet und stellt einen lediglich vorübergehenden Zustand dar.

Von Obdachlosigkeit bedrohte Personen haben auf eine den Anforderungen entsprechende wohnungsmäßige Versorgung keinen Anspruch. Die Unterkunft muss lediglich Schutz vor der Witterung und Raum für die notwendigen Lebensbedürfnisse bieten.

Konkret sehen die Anforderungen an eine Notunterkunft wie folgt aus:

  • fließend Kaltwasser
  • ein beheizbarer Raum für die kalte Jahreszeit (Heizradiator)
  • Kochgelegenheit (2-Platten-Kocher)
  • Toilette, die sich auch außerhalb der abgeschlossenen Wohnung befinden kann

Eine Warmwasserversorgung, Dusche, Bad, Waschmaschine, Kühlschrank oder ähnliches gehören nicht zur Ausstattung einer Notunterkunft.

Haustiere dürfen grundsätzlich nicht mit in eine Notunterkunft gebracht werden.

Persönliche Gegenstände und Kleidung dürfen in die Notunterkunft mitgenommen werden, alles andere wird bei der Räumung von der Spedition eingelagert.

Für die Zeit der Einweisung in die Notunterkunft ist eine entsprechende Miete zu entrichten.

ANSPRECHPARTNERIN

Bau-, Ordnungs- und Umweltamt
Obdachlosenbehörde
Herr Patrik Hafeneger

 

WEITERE HILFEN / BERATUNG

  • Einwohnerservice / Soziales
    Stadt Steinbach (Taunus)
    Frau Stefanie Bartsch

  • Schuldnerberatungsstelle
    des Hochtaunuskreises
    Ludwig-Erhard-Anlage 1-4
    61352 Bad Homburg v.d.H.
    Telefon (0 61 72) 9 99 - 57 96
    Telefon (0 61 72) 9 99 - 57 97

  • Amtsgericht Bad Homburg
    Auf der Steinkaut 10-12
    61352 Bad Homburg v.d.H.
    Telefon (0 61 72) 4 05 - 0
    Telefax (0 61 72) 4 05 - 139
    www.ag-badhomburg.justiz.hessen.de