Streitplacken

THEATER light

Der Kultur- und Partnerschaftsverein bietet coronakonform THEATER light für die Saison 2021/2022 an. 

Laut der aktuellen Corona Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung des Landes Hessen stehen im Saal Steinbach-Hallenberg des Steinbacher Bürgerhauses für die Durchführung der Veranstaltung nur sehr begrenzt Plätze zur Verfügung. Die Zahl der regulären Abonnements und die Interessenbekundungen im Vorfeld übersteigen die Plätze um ein Vielfaches, so dass die regulären Theaterabonnements in der kommenden Theatersaison und solange die Coronaeinschränkungen gelten, nicht greifen können.

Dem Kultur- und Partnerschaftsverein ist es ein wichtiges Anliegen in dieser außergewöhnlichen und belastenden Zeit, mit dem THEATER light ein Stück Normalität und noch mehr Freude bieten zu können. 


Ticketvorverkauf

Für THEATER light stehen 94 Plätze in 2er, 3er, 4er-Sitzgruppen und Einzelplätze zur Verfügung. Die Plätze sind alle ebenerdig (ohne Sitzreihenerhöhung) in neun Reihen bestuhlt. 

Die Theaterkarten können nur über das Rathaus, Frau Janina Kühne erworben werden. 

Abonnement 145,00 Euro. Einzelkarten 35,00 Euro.

  

Ablauf der Theatervorstellung

Beim Betreten des Bürgerhauses und bis zum Sitzplatz ist ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Ebenso beim aufsuchen der Toiletten.  

Das Tournee-Theater spielt coronabedingt die einzelnen Theatervorstellungen ohne Pause. Ein Getränkeverkauf findet vor Beginn der Vorstellung an der Sektbar light statt. 

An den Theaterabenden sind die vorgegebenen Laufrichtungen im Bürgerhaus einzuhalten, damit die Hygienevorschriften der Stadt Steinbach (Taunus) eingehalten werden können.


Auflagen

Der Kultur- und Partnerschaftsverein hat sich dazu entschlossen, die Theatervorstellungen nach dem 3G-Modell durchzuführen. Die neuste Coronavirus-Schutzverordnung vom 16.09.2021 räumt auch ein 2G-Optionsmodell ein, welches der Verein jedoch nicht umsetzten wird.

  • Es muss ein Negativnachweis vorgelegt werden: Dies kann erfolgen durch den Nachweis einer vollständigen Impfung, durch Vorlage eines Genesenennachweises (bis 6 Monate) oder mittels eines aktuellen Corona-Negativtests (nicht älter als 24 Stunden). 
  • Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Personen; ausgenommen sind Angehörige zweier Hausstände, Genesene und vollständig Geimpfte. 
  • Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung. 
  • Erfassung der persönlichen Daten zwecks Nachverfolgung; hierfür setzt der Kultur- und Partnerschaftsverein die Luca-App ein. Wer kein Smart-Phone besitzt, kann sich vor Ort beim Kultur- und Partnerschaftsverein schriftlich registrieren lassen.
  • Abstands- und Hygienekonzept: Der Verein kann für die kommende Spielzeit 94 Sitzplätze in dem Saal anbieten. Die Plätze sind in einem aufgelockerten Sitzmuster angeordnet.



Termine


Die Kehrseite der Medaille
Dienstag, 5. Oktober 2021
Komödie von Florian Zeller
Mit Timothy Peach, Nicola Tiggeler, Martin Armknecht, Dominique Siassia

Wenn ein intelligenter und gewiefter Meister des gehobenen Boulevards eine Beziehungskomödie „Die Kehrseite der Medaille“ nennt, ist vorhersehbar, dass er nicht nur wie gewohnt das Enthüllungs- und Spannungslevel auf die Spitze treibt, sondern mit einem dramaturgisch brillanten Clou überraschen wird, mit dem er gleichzeitig beide Seiten einer Medaille zeigen kann: die glänzende Schauseite, die repräsentative äußere Fassade, und die dazu im Kontrast stehende Realität der ungeschminkten Seite einer Beziehung, die man normalerweise verbirgt.

Zu seinem Welterfolg „Die Wahrheit“, in dem alles, was die Figuren voneinander wussten, nur die halbe Wahrheit war, weil natürlich fast nie die Wahrheit gesagt wurde, musste Zeller mit „Die Lüge“ noch ein Gegen-Stück schreiben, in dem es wieder nicht nur darum ging, herauszufinden, wer mit wem, wann und wo, sondern auch um die existenziellste aller Fragen: Wie viel Wahrheit steckt in der Lüge und wie viel Lüge in der Wahrheit?

Der „Wahrheit“-Personenkonstellation – Isabelle und Daniel sind das seit langem verheiratete Ehepaar, Patrick und Laurence dessen langjährige Freunde – ist Zeller auch in „Die Kehrseite der Medaille“ treu geblieben. Nur hat Patrick jetzt eine Neue an seiner Seite. Sie heißt Emma und ist sehr attraktiv. Natürlich gehen Isabel und Daniel auf Distanz. Unglücklicherweise hat Daniel seine Frau überredet, die beiden zum Essen einzuladen. Dass der vorhersehbar nicht sehr erfreulich verlaufende Abend in dieser mit französischem Esprit geschriebenen Komödie für den (schadenfrohen!) Zuschauer zum Vergnügen wird, liegt nicht nur an den brillanten Dialogen, sondern auch an dem oben erwähnten virtuosen Clou: Das Publikum hört die höfliche Konversation der vier Personen und die heimlichen, nicht immer sehr freundlichen Gedanken, die sie normalerweise voreinander verbergen. Zeller greift dafür auf ein fast vergessenes Stilmittel des Theaters zurück: das A-part (Beiseite)sprechen. Natürlich nutzt der Autor diesen Kunstgriff, durch den die Figuren das Publikum zum Komplizen machen, auf so amüsante wie perfide Weise.



Drei Männer und ein Baby
Freitag, 10. Dezember 2021
Komödie nach dem Kino-Hit von Coline Serreau
Mit Mathias Herrmann, Heio von Stetten, Boris Valentin Jacoby u. a.

»Sie ist nass. Hast du Windeln gekauft?«

Drei Männer, Jacques, Michel und Pierre, überzeugte Junggesellen und Bewohner eines schicken Pariser Appartements mit häufig wechselndem Damenbesuch, finden eines Tages einen Korb mit einem Baby darin vor ihrer Tür.

Das Kind ist angeblich Jacques‘ Tochter Marie. Der soll sich ab sofort um die Kleine kümmern, weil ihre Mutter Silvia, eine von Jacques zahlreichen Verflossenen, in die USA abgereist ist. Ein Schock für Pierre und Michel, denn auch Jacques ist verreist, was die beiden zu unfreiwilligen und hoffnungslos überforderten Babysittern macht. Gezwungenermaßen übernehmen Michel und Pierre die Vaterrolle und versorgen das Kind mit Fläschchen, Windeln und notfalls sogar mit einem Schlaflied.

Das funktioniert mehr schlecht als recht und bietet jede Menge Anlass für absurde Situationskomik und unfreiwillig lustige Dialoge. Ohne es zu merken, erliegen die beiden zunehmend dem Charme ihrer kleinen Mitbewohnerin, die sie zwar an den Rand des Zusammenbruchs bringt, mit ihrem entwaffnenden Lächeln aber jedes gestandene Männerherz mühelos zum Schmelzen bringt.

Als Jacques zurückkehrt, ist es längst um die beiden Ersatzpapas geschehen. Und dann ist da noch ein mysteriöses Paket, das nicht nur Ganoven, sondern sogar die Polizei in die Männer-WG lockt.

Was steckt dahinter? Drogenschmuggel? Könnte jemand Marie das Päckchen untergeschoben haben? Was hat das alles mit Maries Mutter zu tun, die plötzlich wieder auf der Bildfläche auftaucht?



Himmlische Zeiten
Mittwoch, 26. Januar 2022
Die neue Revue von Tilmann von Blomberg
Mit Angelika Mann, Franziska Becker / Patricia Hodell, Heike Jonca, Nini Stadlmann

Es winken himmlische Zeiten!

Diese Damen sind ein Hit! Mit den Erfolgsproduktionen „Heiße Zeiten“ und „Höchste Zeit“ begeisterten Karrierefrau, Hausfrau, Vornehme und Junge bereits das Tournee-Publikum in zahllosen Vorstellungen (über 1000 Mal allein mit „Heiße Zeiten“). Jetzt kommen „Himmlische Zeiten“! Denn das Leben endet ja nicht immer mit einem Happy End – und was wäre eine Trilogie ohne dritten Teil?

In der Privatabteilung eines Krankenhauses treffen sie wieder aufeinander: die Karrierefrau, die ihren Managerposten mit einer kosmetischen Generalüberholung gegen die Konkurrenz verteidigen will, die Junge, die kurz vor Toresschluss ihr zweites Kind bekommt, die Hausfrau, deren Rente nicht zum Leben und nur knapp zum Sterben reicht, und die Vornehme, die nach dem Zusammenstoß mit einem hart geschlagenen Golfball unter Gedächtnisstörungen leidet. Sie kämpfen mit dem Älterwerden und dessen Symptomen, mit der Angst vor dem Ende und der Hoffnung auf ein Danach. Und sie tun das in komisch-lakonischer Weise, denn dieser Abend ist ein Fest für das Leben und für die Freundschaft.

Liebenswerte Charaktere, schlagfertige Dialoge, urkomische Situationen und jede Menge Musik machen diese Produktion wieder zu einem unvergesslichen Erlebnis. Mit neuen Texten versehene Hits wie „Tainted Love“, „That’s What Friends Are For“, „Uptown Girl“, „Like A Virgin“, „Rolling In The Deep“, „Wonderful World“, „I’m So Excited“, „Über sieben Brücken“, „Faust auf Faust“ uvm. lassen die vier Damen zu Höchstform auflaufen. Denn wer Freundinnen hat, dem winken wahrlich HIMMLISCHE ZEITEN!



Wunschkinder
Montag, 14. März 2022
Schauspiel von Lutz Hübner
Mit Martin Lindow, Carolin Fink, Katharina Heyer, Natascha Hirthe, Josepha Grünberg, Lukas Schöttler

ELTERN WERDEN IST NICHT SCHWER, ELTERN SEIN…

Bettine und Gerd haben ein Problem: Ihr Sohn Marc, der vor ein paar Monaten mit Ach und Krach sein Abi geschafft hat, hängt seitdem zuhause rum und tut nichts als schlafen, Fernsehen, kiffen, den Kühlschrank leerfressen und Party – und das natürlich inklusive Wäschewasch-Service in elterlicher ‚Vollpension’. Keine Initiative, kein Plan in Sicht. Nichts. Das treibt besonders Vater Gerd zur Weißglut, der als leitender Bauingenieur eines internationalen Konzerns lösungsorientiertes Handeln gewöhnt ist. Genauso könnte man einen Pudding nach dem Sinn des Lebens fragen, klagt er. Doch Druck hilft nicht. Und Diskussionen schon gar nicht! Aber ganz raushalten und einfach machenlassen, wie es Bettines alleinerziehende Schwester Katrin vorschlägt, ist auch keine Lösung. Dabei meinen es Bettine und Gerd doch nur gut. Was haben sie bloß falsch gemacht?

Aber dann lernt Marc Selma kennen, die in puncto Zielstrebigkeit sein genaues Gegenteil ist: Sie holt an der Abendschule gerade ihr Abi nach, hat zwei Jobs und kümmert sich auch noch um ihre psychisch labile Mutter Heidrun, die als Köchin in einer Werkskantine arbeitet. Aus den beiden ungleichen 19-Jährigen wird ein Liebespaar. Und endlich scheint es auch aufwärts zu gehen mit Marcs Antriebskraft. Er und Selma wollen sogar zusammenziehen. Doch dann ist Selma plötzlich schwanger. Sofort startet Bettines und Gerds Fürsorge-Wahn. Sie machen sich an die Zukunftsplanung für Sohn und Enkelkind in spe. Dafür sind Eltern ja schließlich da! Nur Selma und Marc hat noch niemand gefragt…

Das erfolgreiche Autorenduo Hübner/Nemitz beschäftigt sich in „Wunschkinder“ nicht mehr mit Eltern von Grundschulkindern und ihren Sorgen um den Übergang ins Gymnasium (wie in ihrem Theaterhit „Frau Müller muss weg“). In „Wunschkinder“ geht es um größere Kinder – und entsprechend größere Probleme. Warum sind aus den süßen Sprösslingen so antriebslose Null-Bock-Erwachsene geworden, die nicht wissen wollen, wie es in ihrem Leben weitergehen soll?



Miss Daisy und ihr Chauffeur
Donnerstag, 28. April 2022
Schauspiel von Alfred Uhry
Mit Doris Kunstmann, Ron Williams u. a.

»… der liebe Gott hat einer Zitrone mehr Verstand gegeben als Ihnen …«

Atlanta, Georgia, 1948: Miss Daisy ist eine 72-jährige pensionierte Schullehrerin. Nachdem sie eines Tages mit ihrem Auto einen Unfall verursacht hat, kauft Sohn Boolie ihr einen neuen Wagen und engagiert vorsichtshalber den Farbigen Hoke Coleburn als Chauffeur. Hoke, mit seinen 60 Jahren selbst nicht mehr der Jüngste, ist ein ruhiger, lebenskluger Mann und somit der ideale Gegenpart zur egozentrischen Miss Daisy, die sich hartnäckig weigert, seine Dienste in Anspruch zu nehmen.

Mit Ausdauer und unbeeindruckt von mancher unfreundlichen Bemerkung der alten Dame schafft es Hoke schließlich, dass Miss Daisy in den Wagen einsteigt, und allmählich entsteht während der gemeinsamen Ausfahrten zwischen dem ungleichen Paar eine respektvolle Sympathie.

Was zunächst den Charme einer widerspenstigen Zähmung hat, entwickelt sich zu einem Gesellschaftsstück mit Tiefgang und subtilen Ober- und Untertönen, ohne das Spiel von Nähe und Ferne zwischen den beiden Hauptpersonen ganz aufzulösen. Genügend Zündstoff für dauerhafte Spannung liefert schon der reale historische Rahmen, dem die beiden Protagonisten entstammen, Sphären, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Hier die wohlhabende, gebildete jüdische Südstaaten-Lady, dort der farbige Angestellte aus der Unterschicht in einer Epoche, in der die Rassentrennung in den USA noch fast selbstverständlich den Alltag der Menschen bestimmte.