Streitplacken

THEATER für die Saison 2022/2023

Der Kultur- und Partnerschaftsverein bietet Theater für die Saison 2022/2023 an. Eine turbulente Theatersaison mit ständig neuen Regelungen, Vorschriften und leider auch einem Ausfall ist vorüber. Umso mehr freut sich der Verein, dass die kommende Spielzeit wieder unter relativ normalen Umständen geplant werden kann.

Auch wenn die derzeit aktuelle Coronavirus-Basisschutzmaßnahmenverordnung keine Mindestabstände mehr vorsieht, hat sich der Verein jedoch im Rahmen des eigenverantwortlichen Handels, dazu entschieden, dass die Bestuhlung mit einer Auslastung von ca. 70% in Verbindung mit der Sitzreihenerhöhung erfolgt. Die Plätze werden so gestellt, dass die Abstände zwischen Personen verschiedener Haushalte angemessen „groß“ sind. 

Der Kultur- und Partnerschaftsverein Steinbach beabsichtigt die Sektbar ab der kommenden Spielzeit wieder zu eröffnen; vorausgesetzt die Corona-Schutzverordnung lässt dies zu gegebenem Zeitpunkt entsprechend zu.


Kartenvorverkauf

Da der Verein die kommende Spielzeit mit einer geringeren Anzahl von Sitzplätzen, als in der Saison 2019/2020, durchführen wird, werden die Karten vor Ort verkauft, da die alten Abonnementplätze nicht zur Verfügung stehen.

Der Verkaufstag findet am Samstag, 17. September 2022 in der Zeit von 09.00 – 12.00 Uhr im Bürgerhaus der Stadt Steinbach (Taunus), 1. OG, Untergasse 36 statt. 

Die Bestuhlung wird mit einer Auslastung von ca. 70% in Verbindung mit der Sitzreihenerhöhung erfolgen. Die Plätze werden so gestellt, dass die Abstände zwischen Personen verschiedener Haushalte angemessen „groß“ sind. 


Abonnement- und Einzelpreise

Platzgruppe A
ebenerdig
Reihen 1-4
Abonnement 155,00 Euro
Einzelkarte 35,00 Euro
Platzgruppe B
Erhöhung
Reihen 5-8
Abonnement 145,00 Euro
Einzelkarte 32,00 Euro
Platzgruppe C
Erhöhung
Reihen 9-12
Abonnement 135,00 Euro
Einzelkarte 30,00 Euro
Platzgruppe D
Erhöhung
Reihen 13-16
Abonnement 125,00 Euro
Einzelkarte 28,00 Euro






Termine



Falsche Schlange
Mittwoch, 23. November 2022
Psycho-Thriller von Alan Ayckbourn
Mit Gerit Kling, Mackie Heilmann, Astrid Rashed

FALSCHE SCHLANGE- Landgraf
Falsche Schlange. Gerit Kling, Mackie Heilmann
Der Plot dieses packenden Thrillers ist nur auf den ersten Blick simpel: Nachdem sie gerade einen Herzinfarkt überstanden hat, kehrt die in Australien lebende Annabel zurück in ihre britische Heimat, weil ihr Vater plötzlich verstorben ist. Sie erfährt, dass nicht ihre jüngere Schwester Miriam, die den Vater bis zu seinem Tod gepflegt hat, sondern sie selbst zu Haupterbin bestimmt wurde, obwohl sie bereits als Teenager vor den Gewaltausbrüchen des tyrannischen Patriarchen geflohen war. Bei ihrer Ankunft trifft Annabel auf die Krankenschwester Alice, die kurz vor dem Tod des Vaters von Miriam entlassen worden ist, und die nun Ungeheuerliches behauptet: Miriam soll ihren Vater ermordet haben. Als Beweis zeigt Alice Annabel einen handschriftlichen Brief des Verstorbenen, in dem er erklärt hatte, um sein Leben zu fürchten. Alice hat jedoch kein Interesse daran, die Polizei einzuschalten, im Gegenteil! Sie wittert ein gutes Geschäft und ist bereit, das Verbrechen zu decken, verlangt für ihr Stillschweigen aber hunderttausend Pfund. Weder Annabel noch Miriam sind zur Zahlung bereit. Stattdessen verbünden sich die ungleichen Schwestern gegen die Erpresserin. Wie praktisch, dass Miriam sich mit Giften so hervorragend auskennt.

Anders als in den meisten Stücken des Krimigenres geht es in diesem Psychothriller nicht darum, eine Mörderin zu überführen, sondern die titelgebende „Falsche Schlange“ zu entlarven – und dabei legt der Autor so viele falsche Fährten, dass selbst versierte Kriminalisten unter den Zuschauern oft genug im Dunkeln tappen! Denn nichts ist wie es scheint in dieser zunehmend bedrohlich werdenden, schwer entwirrbaren Mischung aus psychologisch vielschichtigem Charakterstück und nervenaufreibendem Gruselschocker!




4000 Tage
Mittwoch, 14. Dezember 2022
Eine ernste Komödie von Peter Quilter
Mit Matthias Happach, Mathias Herrmann, Mona Seefried

4000 Tage. Mona Seefried
Seit drei Wochen liegt Michael nach einem Blutgerinnsel, das sich in seinem Hirn gebildet hat, im Koma. An seinem Krankenhausbett wacht Tag und Nacht nicht nur seine Mutter Carola, sondern auch sein Lebensgefährte Paul. Die beiden, die sich in den letzten Jahren aus abgrundtiefer gegenseitiger Abneigung aus dem Weg gegangen sind, verbindet jetzt die Sorge um Michaels Gesundheit. Die Enge des Krankenhauses zwingt sie zur Auseinandersetzung mit dem ‚anderen’ Menschen in Michaels Leben. Als Michael aus dem Koma erwacht, wird schnell klar, dass ihm sämtliche Erinnerungen an die letzten elf Jahre verloren gegangen sind. Es sind genau die 4000 Tage, in denen er mit Paul zusammen gelebt und sich von seiner Mutter entfernt hat. Für Michael ist es so, als ob die Beziehung zu seinem Partner niemals existiert hätte.

Nun beginnt der Kampf um die Deutungshoheit über die verloren gegangene Zeit: Während Paul alles daran setzt, dem Gedächtnis seines langjährigen Partners mit Hilfe von Fotos und Zeitungsartikeln auf die Sprünge zu helfen, versucht Carola, das Rad der Zeit, die Michael ihrer Meinung nach mit Paul vergeudet hat, zurückzudrehen. Paul zeichnet das Bild einer liebevollen, wunderbaren Partnerschaft, in der alles perfekt war. Carola sieht das ganz anders, v. a. weil ihr Sohn unter Pauls Einfluss seine künstlerischen Ambitionen ad acta gelegt und einen langweiligen Job angenommen hat, der ihm keine Zeit mehr zum Malen ließ. Nun wittert sie die Chance, Paul komplett auszubooten und Michael Leben neu zu starten. Ein Leben, in dem sie endlich wieder eine wichtige Rolle spielt. Doch was passiert, wenn Michaels Erinnerungen zurückkommen?





Dinge, die ich sicher weiß
Dienstag, 17. Januar 2023

Schauspiel von Andrew Bovell
Mit Christoph Tomanek, Maria Hartmann, Nina Petri, Rune Jürgensen, Maximilian von Mühlen, Roxana Safarabadi

Dinge die ich sicher weiß. Christoph Tomanek, Maria Hartmann
Ein Glücksfall für das Theater – und ein Fest für Schauspieler* innen ist dieses humorvoll melancholische, auch an deutschsprachigen Theatern viel gespielte Wellmade Play, in dem jedes Wort an der richtigen Stelle steht: Kein Satz wird zu viel, aber auch kein Wort zu wenig gesagt. Weil die jüngste Tochter zu Beginn und am Ende des Stücks die Dinge aufzählt, von denen sie sicher weiß, dass sie für sie wichtig sind, lernen wir die sechsköpfige Familie Price kennen, die einem ans Herz wächst, weil es bei ihnen zugeht wie bei vielen Familien, die lachen und trauern, sich lieben, die sich streiten und versöhnen, aber natürlich einander auch viele ihrer Hoffnungen, Pläne und Erkenntnisse verschweigen. Und so ist am Ende des Jahres, durch das wir Eltern, Kinder und Geschwister begleiten, vieles nicht mehr so, wie es am Anfang war.

Andrew Bovell: »Das Stück entfaltet sich anhand der vier Jahreszeiten, in denen je eines der erwachsenen Kinder eine Identitätskrise erlebt. Der Akzent des Stückes liegt dabei nicht so sehr auf diesen vier Krisen, sondern auf den Auswirkungen, die sie für die Eltern Bob und Fran haben – und wie jede der Krisen ihre Wertvorstellungen aufreibt und sie zwingt das Leben in Frage zu stellen, für das sie so hart gearbeitet haben.« Sehr genau beobachtet zeigt Bovell, was Kinder und Eltern trennt und was sie zusammenhält – nie sentimental, sondern mit liebevoller Sachlichkeit und großer Präzision, wodurch der Text eine umso größere Bühnenwirksamkeit bekommt.







Spatz und Engel
Dienstag, 14. März 2023

Schauspiel mit Musik
Mit Heleen Joor, Susanne Rader, Arzu Ermen, Steffen Wilhelm 

Spatz und Engel. Heleen Joor, Susanne Rader
Die Eine stammt aus einer preußischen Offiziersfamilie, die Andere ist das Kind eines Zirkusakrobaten und einer Straßensängerin. Die Eine wächst im Internat in Weimar auf, die Andere in einem Bordell in der Normandie.

Die Eine wechselt ihre Männer wie ihre Garderobe, die Andere träumt stets von der großen Liebe. Die Eine stirbt mit 91 Jahren und ist der größte Star, den Deutschland je hervorgebracht hat. Die Andere wird gerade einmal 47. Als sie stirbt, fällt Frankreich in Staatstrauer, 40.000 Menschen folgen ihrem Sarg.

Édith Piaf, der ‚Spatz von Paris‘ und Marlene Dietrich, der ‚Blaue Engel‘, begegnen sich 1948 in New York. Beide Diven verbindet fortan eine intensive Freundschaft, die von der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet bleibt. Vom ersten Kennenlernen bis zu Piafs frühem Tod und Marlenes Rückzug in ihre Pariser Wohnung verbindet „Spatz und Engel“ die Geschichte dieser beiden Weltstars mit deren unvergesslichen Chansons, darunter „La vie en rose“, „Frag nicht, warum ich gehe“, „Milord“, „Sag mir, wo die Blumen sind“ oder „Non, je ne regrette rien“.

Die Songs bilden den roten Faden und machen diesen eindrücklichen Theaterabend zu einem ganz besonderen Erlebnis.





Und wer nimmt den Hund?
Mittwoch, 26. April 2023

Komödie nach dem Filmdrehbuch von Martin Rauhaus
Mit Marion Kracht, Michael Roll, Dominique Siassia, Simone Ritscher, Hartmut Lehnert, Sandrine Guiraud

Portrait Michael Roll
Es gibt Vorzeigepaare, die machen alles richtig. Georg und Doris Lehnert sind seit 20 Jahren verheiratet, er hat es als Biologe zum Aquariumsdirektor gebracht, sie hat zwei Kinder aufgezogen und sich um das Eigenheim in bevorzugter Wohnlage gekümmert. Jede Menge Alltag und gemeinsam gelebtes Leben. Die Kinder sind aus dem Haus, das Paar könnte sich neu finden…

Die Versuchung in Gestalt von Laura, Georgs zwanzig Jahre jüngerer Doktorandin, naht, und plötzlich steht seine Beziehung mit Doris vor dem Aus. Wer eine Schlammschlacht erwartet, muss umdenken. »Wir hatten unsere Zeit. Und jetzt ist die eben vorbei«, konstatiert Georg trocken, und auch Doris scheint sich für die Trennungsdynamik eher wie für ein Experiment unter Laborbedingungen zu interessieren. »Man will das doch irgendwie verstehen«, sagt sie und schlägt den gemeinsamen Besuch bei Trennungstherapeutin Gisela Bruhns vor. Das klingt nach ‚Scheidung light‘, frei nach dem modischen Lifestyle-Konzept „bewussten Entpaarens“ („conscious uncoupling“), auf das Hollywood Stars wie Gwyneth Paltrow schwören.