Räume für Mehr – Wachstum und Entfaltung im Sozial-ökologischen Schuljahr
Anastasiia Bosenko, die junge Gesangslehrerin aus der Ukraine, zum gemeinsamen Singen zu den Begegnungen von Jung und Alt im Rahmen des Sozial-ökologischen Schuljahrs einzuladen, war ein großer Spaß für beide Generationen. Anastasiia Bosenko brachte die Lieder „Die Gedanken sind frei“, „Froh zu sein, bedarf es wenig“ und „Gute Laune“ an drei Nachmittagen mit, zunächst ins Avendi, dann ins Bürgerhaus und zu guter Letzt in die Seniorentagesstätte St. Katharina, wo im Rahmen der Begegnungen sich die Seniorinnen und Senioren mit den Jugendlichen der beiden neunten Klassen der PHORMS Schule aus der Waldstraße an einigen Dienstagnachmittagen im Frühling treffen. Die Seniorinnen und Senioren und die Jugendlichen waren ganz bei der Sache, bei „Gute Laune“ wurde der Name zum Programm.

Das Herz ging allen auf, als Loreno von Amsberg, einer der Schüler im Projekt, den Impuls von Anastasiia Bosenko, eigeninitiativ aufgriff. Er hält nun bei den Begegnungen das gemeinsame Singen am Laufen, bereitet jeweils ein Lied vor, was nun er vor allen anstimmt und mit den Seniorinnen und Senioren und Mitschülerinnen und Mitschülern zusammen singt. Einfach klasse!
Das Sozial-ökologische Schuljahr ist ein Projekt, das vor nunmehr über neun Jahren von Bärbel Andresen, Soziale Stadt Steinbach, initiiert wurde und gemeinsam mit den bewährten Projektpartnern umgesetzt wird. Im Zusammenklang aller Kooperationspartner gelingt es, ein Milieu zu schaffen, das junge Menschen wachsen und entfalten lässt, das allen Raum bietet, sich zu zeigen. Es ist den Schülerinnen und Schülern ein erkennbares Bedürfnis, das Projekt mitzugestalten. Aber auch die Seniorinnen und Senioren sind aktive Partner im gemeinsamen Prozess.
Die Beständigkeit im Kernteam ist der Schlüssel zum Erfolg. Die von Beginn an sehr einfühlsame und erfahrene, pädagogische Begleitung der Schülerinnen und Schüler in der PHORMS Schule, der beste Zusammenklang mit den anderen Kooperationspartnern ist die stabile Basis, um im Projekt lebendig zu bleiben, neue Nuancen aufzunehmen und dabei das Ziel nicht aus dem Auge zu verlieren. Ziel war und ist: Junge Menschen und ältere Menschen erfahren voneinander, machen etwas gemeinsam, treten ein Stück ein in die Lebenswelt ihrer Gegenüber – und erfahren dadurch Freude, nicht selten Stärkung, sowohl die junge Generation als auch die ältere. Rüstzeug, das man im Leben braucht, das mit Worten wie Empathie und Selbstwirksamkeit überschrieben wird. Ein großer Dank allen Beteiligten! — für das Aufbauen und das Pflegen dieses gemeinsamen Schatzes!



