Sportstättenförderung: Steinbach erhält in erster Förderrunde keine Berücksichtigung – Stadt bleibt dennoch zuversichtlich

Wie der Stadtverwaltung mitgeteilt wurde, findet das von ihr beim Bund eingereichte Konzept zur Sanierung des Sportzentrums und der Altkönighalle in der ersten Runde des Programms zur „Sanierung kommunaler Sportstätten“ keine Berücksichtigung. „Das ist enttäuschend, insbesondere angesichts der intensiven Vorarbeit und der großen Bedeutung des Projekts für unsere Stadt“, erklärt Bürgermeister Steffen Bonk.

Wie der direktgewählte Bundestagsabgeordnete Norbert Altenkamp berichtet, ist das Förderprogramm insgesamt 23-fach überzeichnet, 3.600 Projektskizzen wurden eingereicht. „Rund 330 Millionen Euro Fördermittel sind zwar eine enorme Summe, aber die Vielzahl und das Volumen der eingereichten Anträge zeigen deutlich, dass der tatsächliche Bedarf bundesweit noch wesentlich höher ist“, so Steffen Bonk. In Summe wurden 314 Vorhaben für das Bundesprogramm ausgewählt.

Die Stadt Steinbach (Taunus) hatte sich mit einem umfassenden Konzept zur Sanierung der Altkönighalle und des angrenzenden Sportzentrums beworben. Ziel ist es, die bestehenden Sportanlagen nachhaltig zu modernisieren und zukunftsfähig aufzustellen.

Trotz der aktuellen Absage zeigt sich die Stadt entschlossen, an den Planungen festzuhalten. „Wir lassen uns von dieser Entscheidung nicht entmutigen“, betont Erster Stadtrat Lars Knobloch. „Der Bedarf an einer modernen und leistungsfähigen Sportinfrastruktur ist weiterhin gegeben und wird von uns konsequent weiterverfolgt.“

Auch Bürgermeister Bonk unterstreicht den Blick nach vorn: „Es wird weitere Förderrunden geben, und wir werden die Chance nutzen, uns erneut zu bewerben. Gleichzeitig wird es notwendig sein, das Gesamtpaket in einzelnen Punkten anzupassen und das Notwendige vom Wünschenswerten zu unterscheiden.“ Dies ist das Ergebnis der derzeitigen Mittelverteilung, die fast ausschließlich kleine Projekte berücksichtigt und im Gegensatz zu den ursprünglichen Informationen steht, die die Verwaltung im Vorfeld erhielt.

Parallel dazu will die Stadt alternative Fördermöglichkeiten prüfen. „Wir werden gezielt nach ergänzenden Programmen suchen, beispielsweise im Bereich der energetischen Gebäudesanierung“, so der Rathauschef weiter.

Die Stadt Steinbach (Taunus) bedankt sich ausdrücklich bei den beiden Bundestagsabgeordneten Nancy Faeser (SPD) und Norbert Altenkamp (CDU) für deren Unterstützung im bisherigen Verfahren.

„Auch wenn es diesmal nicht gereicht hat, sehen wir uns in unserem Engagement bestätigt“, resümieren Bonk und Knobloch. „Die hohe Nachfrage zeigt, dass Investitionen in kommunale Infrastruktur dringend notwendig sind – und genau dafür setzen wir uns weiterhin mit Nachdruck ein.“

Sportzentrum. Von links: Bürgermeister Steffen Bonk und Erster Stadtrat Lars Knobloch.