Vielschichtige Perspektiven und Auseinandersetzungen mit dem Gestern und dem Heute – die 13. Wandel-Lesung erheiterte und berührte
Die literarische Auseinandersetzung mit dem Thema „Früher war alles besser…!?“ wurde zum anregenden, heiteren, teils auch nachdenklichen und berührenden Hörgenuss, dargeboten durch das Team der Wandel-Lesung im Quartier der Sozialen Stadt in Steinbach (Taunus). Die 13. Wandel-Lesung fand am Sonntag, 26. April 2026 im Saal des Steinbacher Bürgerhauses statt. Viele waren der Einladung gefolgt, lauschten und genossen den Abend.
Das Team aus literatur-, musik- und kunstbegeisterten Steinbacherinnen und Steinbachern hatte sich in Zusammenarbeit mit Bärbel Andresen vom Stadtteilbüro Soziale Stadt schon viele Wochen zuvor mit viel Freude an die Arbeit gemacht und den Abend vorbereitet, Texte geschrieben, den Vortrag geschliffen, die Musik ausgewählt und geprobt, die Moderation ersonnen und die Organisation „drumherum“ in die Hand genommen und bis zur Dekoration alles aus eigenen Händen, Gedanken und Federn auf die Bühne gebracht. Die Stadtbücherei rundete den Abend ab mit einem zauberhaft gestalteten Büchertisch.
Die Beiträge der Wandel-Leserinnen und -Leser erschienen wie sich mehrende Betrachtungen, die das Heute und das Gestern aus verschiedenen Perspektiven beleuchten und erleben ließen. Die Texte wirkten auf die Menschen und berührten jeden auf seine eigene Art. Sie ließen das Publikum hineinversetzen in verschiedene Zeiten und Lebensumfelder. In Zeiten vor und nach den großen Weltkriegen. In die Ukraine. In eine Gegenwart, die sich durch einen Unfall völlig verändert hat. In die deutlich verschlechterten Lebensbedingungen von Wildtieren, die den gleichen Lebensraum besitzen, wie wir Menschen. In heutige, moderne Terminfindungssituationen mit ihren Malaisen. Ein persönlicher Blick in eine nahe Zukunft, erlebt, wie ein Heute. Aussprüche über „die Jugend von heute“ die aus heutigen Mündern stammen könnten, dabei 2000 und 3000 Jahre alt sind. Die Falle der Nostalgie, die das Gestern verklärt und das Heute als Gestaltungsraum verwaisen lässt. Die Kraft der Phantasie, die eigene Räume eröffnet. „What a wonderful world“ beschloss als musikalischer Konsens den Abend. Das Publikum war begeistert.
Bürgermeister Steffen Bonk und Quartiersmanagerin Bärbel Andresen baten zum Schluss alle Beteiligten auf die Bühne und dankten ganz herzlich den Vorleserinnen und Vorlesern Ursula Bauer, Anastasiia Yehorova, Sabine Baumgart, Carola Biermann, Manfred Gönsch, Batoul Alsayed, Heino von Winning, Edeltraud Yildiz und Gerda Zecha, dem Musiker Rüdiger Voerste, der Moderatorin Barbara Köhler und den Tontechnikern und Akteuren rund ums leibliche Wohl unter großem Applaus der Gäste.




