Weitere Hol- und Bringzone um die Geschwister-Scholl-Schule
Die Stadt Steinbach (Taunus) hat eine weitere — nunmehr dritte — Hol- und Bringzone für den Elternverkehr rund um die Geschwister-Scholl-Schule eingerichtet. Neben den bestehenden Hol- und Bringzonen in der Stettiner Straße und in der Untergasse (gegenüber Avendi) stehen für sogenannte „Eltern-Taxis“ nun am Saint-Avertin-Platz weitere acht Kurzzeitparkplätze zur Verfügung. Die Beschränkung der Parkdauer auf maximal eine halbe Stunde gilt nur von 7:30 bis 17:00 Uhr und nur an Schultagen. In der übrigen Zeit stehen die Parkplätze weiterhin uneingeschränkt zur Verfügung, also auch in den Abend- und Nachtstunden, in denen der Parkdruck am höchsten ist. Die Stadt bittet die Anwohnerinnen und Anwohner für die Einschränkung der Parkzeiten um Verständnis.
Von der neuen Hol- und Bringzone ist die Geschwister-Scholl-Schule zu Fuß in nur rund 100 Metern über einen gesicherten Fußgängerüberweg zu erreichen. Mit den Hol- und Bringzonen soll der Elternverkehr vermindert werden, um die Verkehrssicherheit vor der Schule zu verbessern. Bürgermeister Steffen Bonk appelliert an die Eltern, ganz darauf zu verzichten, ihre Kinder mit dem Auto zur Schule zu fahren: „Steinbach ist eine Stadt der kurzen Wege mit einem gut ausgebauten Fußwegenetz und Schulwegen, die meist abseits vielbefahrener Straßen verlaufen mit gesicherten Überwegen. Zudem wird das Selbstbewusstsein der Kinder gefördert, indem diese selbstständig zu Fuß zur Schule gehen.“ Bonk verweist in diesem Zusammenhang auf den Schulwegeplan auf der städtischen Homepage unter www.stadt-steinbach.de » Leben & Wohnen » Steinbach für » Familien » Schulwegeplan, der einmal jährlich überprüft und gegebenenfalls aktualisiert wird. Statistisch passieren mehr Unfälle im elterlichen Auto auf dem Weg zur Schule als auf dem Fußweg zur Schule. Sollte es wirklich unvermeidbar sein, das Kind zur Schule zu fahren, weil es sich auf dem Weg zur Arbeit nicht anders organisieren lässt, fordert der Bürgermeister dazu auf, wenigstens die Hol- und Bringzonen zu nutzen, statt direkt vor die Schule zu fahren. Er verweist auch auf die Initiative „Laufbus“, ein Gemeinschaftsprojekt der IG Familien und des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC).
Das Ordnungsamt wird die Verkehrssituation vor der Schule weiterhin im Blick haben. Sollte sich die Situation durch die bisher ergriffenen Maßnahmen nicht merklich verbessern, wird die Einrichtung einer Schulstraße in Erwägung gezogen, d.h. die temporäre Sperrung des Hessenrings vor der Schule zu Schulbeginn und Schulende. „Diese drastische Maßnahme hätte erhebliche Auswirkungen auf den übrigen Verkehr zur Folge und würde zu Verkehrsverlagerung auf andere Straßen führen. Wahrscheinlich müssten dann im Umfeld der Schule auch noch weitere Hol- und Bringzonen ausgewiesen werden mit den entsprechenden zeitlichen Einschränkungen für das Parken. In meiner Abwägung wird die Sicherheit der Kinder aber eindeutig vorgehen“, stellt Bürgermeister Bonk klar.




